Unerwarteter Schock: Cottbus’ Michelbrink erfährt über Instagram vom Ende seines Nationaltrainers
Litauen – Lukas Michelbrink (21) ist zurück: Nach knapp zwei Wochen bei der Nationalmannschaft kehrte der Mittelfeldspieler von Energie Cottbus mit vier Einsätzen und einem Tor für sein Heimatteam in die Lausitz zurück. Doch im Gepäck hatte er auch eine unangenehme Überraschung.
Wie der junge Nationalspieler während einer Presserunde auf dem Trainingsgelände in Cottbus verriet, wurde der Trainer wenige Stunden nach der Länderspielreise überraschend entlassen.
Edgaras Jankauskas (51) beendete damit seine dreieinhalbjährige Amtszeit als Nationalcoach seines Heimatlandes.
Die Entscheidung stieß im Team auf großes Erstaunen, da weder eine Vorwarnung noch eine offizielle Mitteilung im Vorfeld erfolgt war. Michelbrink selbst erfuhr die Neuigkeit eigenen Angaben zufolge über Instagram.
Der Verband erklärte, dass die Trennung im „gegenseitigen Einvernehmen“ stattgefunden habe. Beide Seiten seien zu dem Schluss gekommen, dass die Nationalmannschaft eine Veränderung benötige.
In der jüngsten Länderspielphase gewann Litauen zwei von vier Partien, spielte einmal unentschieden und verlor eine Begegnung. In der Nations League Gruppe D belegt das Team momentan den zweiten Platz.
Trotz der unerwarteten Nachricht kehrte Michelbrink mit einer positiven Einstellung zurück in die Lausitz. „Es macht mir einfach riesigen Spaß, auf diesem Niveau zu spielen – viel lieber als in der Regionalliga.“
Vor anderthalb Jahren kickte er dort noch. Inzwischen stehen für den defensiven Mittelfeldspieler acht Länderspiele und ein Treffer (gegen Liechtenstein) zu Buche.
„Wenn ich keine Anspielstation sehe, versuche ich es einfach selbst. Es war ein tolles Gefühl, besonders weil es das 1:0 und der Knackpunkt im Spiel war. Meine ganze Familie hat zugeschaut, danach musste ich viele Anrufe entgegennehmen. Aber es waren schöne Gespräche, nicht lästige“, so der Torschütze bei seinem Debüt.
Wie steht es um seine Frische nach den Strapazen einer Reise mit vier Spielen in drei Ländern?
„Körperlich merke ich es kaum, aber am Ende der Reise war ich schon mental erschöpft. Es war nicht Heimweh, aber man freut sich einfach, wieder nach Hause zu kommen. Zwei Wochen im Hotel, ständig mit der Mannschaft zusammenzusein, ist schon anstrengend. Es war lang, aber ich fühle mich jetzt wieder fit und frisch.“