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Dynamo-Profi Herrmann lässt sich von seiner Verletzungsgeschichte nicht aufhalten

Dresden – Immer wenn Luca Herrmann (27) sich verletzt, herrscht im Dynamoland Besorgnis. Seit seinem Knorpelschaden im linken Knie im Jahr 2023, der seine Karriere beinahe beendet hätte, gilt er als besonders verletzungsanfällig. Nun hat er sich einen leichten Muskelfaserriss zugezogen.

„Nach einer Trainingswoche habe ich mir einen kleinen Faserriss in den Adduktoren zugezogen. Das ist inzwischen ausgeheilt, aber während der Vorbereitung ist man dann doch immer vorsichtiger“, berichtet der 27-Jährige.

Eigentlich wollte Herrmann beim Spiel gegen Kassel in Großenhain schon wieder dabei sein, „doch es war klüger, ein paar Tage individuell draufzulegen und anschließend im Trainingslager voll durchzustarten“. Genau das hat er getan und gehörte zu den auffälligsten Spielern.

Sein Comeback im April 2023 feierte er ausgerechnet in seiner Heimatstadt Freiburg – dort stand Thomas Stamm (43), sein ehemaliger Jugendtrainer beim SCF, auf der gegnerischen Seite. Stamm gehörte zu den ersten, die ihn damals herzlich begrüßten. Solche Momente bleiben in Erinnerung.

Die Verletzung damals hat ihn körperlich und vor allem psychisch stark gefordert. Denkt er heute noch daran, wenn er erneut verletzt ist?

„Ehrlich gesagt, nein. Diesmal war es auch meine erste muskuläre Verletzung überhaupt. Bisher hatte ich nur Probleme mit den Gelenken. Deshalb war das für mich auch eine neue Erfahrung“, erklärt er.

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Viel mehr störte ihn, dass er gleich zu Beginn der Vorbereitung aussetzen musste. „Es ist frustrierend, zwei Wochen zuzuschauen, während die anderen spielen und trainieren. Das ist nicht schön, aber man muss damit umgehen und Geduld haben.“

Herrmann hat gelernt, auf seinen Körper zu hören und kennt seine Grenzen gut. Deshalb gönnt er sich auch Pausen, wenn es nötig ist. „Das ist jetzt drei Jahre her. Seitdem war ich durchgehend fit, abgesehen von der kleinen Verletzung jetzt, und habe kein Training versäumt“, sagt er.

„Ich habe damals viel dazugelernt und weiß, wie wichtig eine gute Vorbereitung und Nachsorge ist. Nach so einer Verletzung musste ich vor allem meinen Muskelaufbau anders gestalten.“

„Aber ich glaube, mit der Zeit lernt man, immer topfit fürs Training zu sein“, erklärt er und streicht sich fast unbewusst über sein linkes Knie: „Ich bin froh, dass ich heute keine Probleme mehr damit habe.“