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Während es bei Blau-Gelb nicht rund läuft: Lok Leipzigs Meistertrainer kehrt erfolgreich zurück

Wiesbaden/Leipzig – „Ich bin überzeugt, dass Jochen früher oder später in einer höheren Spielklasse tätig sein wird“, äußerte sich Lok Leipzigs Vizekapitän Farid Abderrahmane (30) noch im Sommer, nachdem die Sachsen zum zweiten Mal hintereinander den Aufstieg verpasst hatten und Trainer Jochen Seitz (50) daraufhin seinen Rücktritt einreichte. Wenige Monate später sollte sich diese Prognose bereits bewahrheiten.

Der Fußballtrainer, der vor einigen Tagen seinen 50. Geburtstag feierte, hat beim SV Wehen Wiesbaden angeheuert und legte dort einen beeindruckenden Start hin.

Zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung befand sich das Team aus Westdeutschland mit lediglich fünf Punkten aus sieben Spielen auf einem Abstiegsplatz in der 3. Liga.

Seitz feierte an seinem Ehrentag einen 4:2-Erfolg beim FC Ingolstadt, gefolgt von einem 3:0-Heimsieg gegen Aachen und einem 0:0-Unentschieden gegen Regensburg. Mit sieben Zählern aus den ersten drei Begegnungen kletterte die Mannschaft mittlerweile auf Platz 13. Der Erfolgstrainer ist zurück in Bestform.

„Wir haben die letzten Wochen intensiv genutzt, um die vorherigen Spiele zu analysieren. Anschließend haben wir die eigenen Spieler genau unter die Lupe genommen und geschaut, welche Taktik am besten zur Mannschaft passt. Ich denke, das hat sehr gut funktioniert, denn die Jungs agieren jetzt kompakter. Die Mannschaft nimmt die Veränderungen hervorragend an“, erklärte der Coach in einem vereinsinternen Interview.

Seine Methode, Spieler gezielt zu fördern und zu verbessern, führte bereits bei Lok Leipzig zu großen Erfolgen. Das erklärte Ziel des 50-Jährigen war stets die 3. Liga. Nach zweimaligem Scheitern in den Aufstiegsspielen trotz Meisterschaft fehlte jedoch die nötige Kraft für einen weiteren Anlauf.

Bislang zahlt sich die Entscheidung, den Verein zu wechseln, für ihn aus. In Wiesbaden eröffnen sich für Seitz zudem neue Möglichkeiten, um vielleicht sogar noch höher zu greifen – ein Weg, den er mit Leipzig gerne eingeschlagen hätte, der ihm aber verwehrt blieb.

Bei Blau-Gelb blickt man angesichts der aktuellen sportlichen Lage wohl mit einem weinenden Auge auf die vergebenen Chancen und den eingeschlagenen Weg mit Seitz zurück.