Affenschwanz wird ihm zum Verhängnis: Pressesprecher eines beliebten Ost-Clubs scheitert bei „Wer wird Millionär“
Köln/Leipzig – Sportlich spielt Lok Leipzig zurzeit in der Regionalliga Nordost nur eine durchschnittliche Rolle. Für Pressesprecher Carsten Muschalle (46) ein möglicher Anlass, sein Glück woanders zu versuchen – etwa bei der RTL-Quizsendung „Wer wird Millionär“.
VORSICHT, SPOILER!
Dort gelang es dem 46-jährigen Muschalle dank einer Fußballfrage tatsächlich, auf den Kandidatenstuhl zu kommen.
Moderator Günther Jauch (70) fragte ihn zunächst, in welcher Spielklasse Lok Leipzig aktuell vertreten ist. Daraufhin erklärte Muschalle ausführlich, warum der ersehnte Aufstieg in den letzten zwei Jahren nicht gelang und wie ungerecht die Liga im Vergleich zu anderen Regionalligen behandelt wird.
Dann ging die Sendung richtig los! Der Leipziger nutzte alle vier Joker und meisterte die ersten Fragen spielend leicht.
Nach einer Aufgabe, in der er die fünf schönsten Stadtviertel Leipzigs nennen sollte – Probstheida durfte dabei selbstverständlich nicht fehlen –, kam die Frage im Wert von 1000 Euro, die ihm schließlich zum Verhängnis wurde:
„Welches Tier verwendet seinen Schwanz als Greiforgan? A: Gemeines Weißohropossum, B: Galliger Schwarzfußleguan, C: Garstiger Rotbauchbiber, D: Gehässiger Gelbmaulgibbon.“ Sicher war sich Muschalle nicht, entschied sich aber bewusst für ein gewisses Risiko, wie er später erklärte. Er wählte Antwort D, weil er sich vorstellen konnte, dass ein Affe seinen Schwanz als Greifwerkzeug benutzt.
Jauch klärte daraufhin auf, dass der Begriff „gemein“ im Tierreich häufig für „allgemein“ oder „verbreitet“ steht und somit auf das Weißohropossum zutrifft – die korrekte Antwort.
So musste Muschalle mit enttäuschenden 500 Euro nach Hause gehen, ohne einen Joker eingesetzt zu haben.
„Die Nacht danach war natürlich nicht so schön. Es ärgert mich immer noch. Ich hatte nur eine Chance und habe sie größtmöglich vertan“, gestand Muschalle gegenüber TAG24.
„Im entscheidenden Moment hätte ich rationaler handeln müssen, aber wenn man auf dem Stuhl sitzt, läuft vieles automatisch ab. Das klingt zwar abgedroschen, aber es ist wirklich etwas ganz anderes als gemütlich auf dem Sofa“, erklärte der WWM-Kandidat.
Was ihm half, war Humor: Nach der bereits im September aufgezeichneten Sendung kehrte der 46-Jährige am nächsten Tag wieder in den Arbeitsalltag bei Lok zurück. Seit er seine Kollegen über das Missgeschick informiert hat, werden natürlich auch Scherze auf seine Kosten gemacht. Muschalle berichtete: „Man spricht sogar darüber, mir einen Weißohropossum-Anhänger als Glücksbringer zu schenken. Das hilft, auch mal darüber lachen zu können.“
Die Folge von „Wer wird Millionär“ mit Carsten Muschalle wird am kommenden Montagabend um 20.15 Uhr bei RTL ausgestrahlt und ist bereits jetzt bei RTL+ vorab verfügbar.