Die Sorgen bei Lok Leipzig nehmen immer weiter zu – was, wenn es am Sonntag ebenfalls schiefgeht?
Leipzig – Nach zwei enttäuschenden Heimniederlagen gegen den Chemnitzer FC (0:2) und Erzgebirge Aue (1:2) sowie einem aktuellen Tabellenplatz elf kommen nun noch zwei verletzungsbedingte Ausfälle hinzu. Die negativen Meldungen bei Lok Leipzig häufen sich derzeit unaufhörlich. Nun will der Verein die Mini-Krise schnell überwinden.
Im Sachsenpokal steht am Sonntag in der zweiten Runde das Auswärtsspiel beim VfB Auerbach an, bei dem die Blau-Gelben dringend einen Erfolg brauchen.
Ein möglicher Stolperstein könnte erneut die Erwartungshaltung sein. Die meisten gehen davon aus, dass das Team von Trainer Torsten Ziegner (48) den Oberligisten aus dem Wettbewerb werfen wird.
Doch ebenso wie in der Regionalliga, wo vor Saisonstart hohe Erwartungen bestanden und auch intern die Ansprüche gestiegen sind, könnte diese Einschätzung genau der Grund für Probleme sein.
Besonders angesichts der jüngsten Partien muss Lok jede Begegnung mit höchster Sorgfalt und Konzentration angehen. Für Auerbach ist das eine der wichtigsten Aufgaben der Saison, zumal die Vogtländer nach zuletzt zwei Siegen mit viel Selbstvertrauen antreten.
„Man darf das auf keinen Fall unterschätzen, das wird ein richtig unangenehmes Spiel. Aber klar ist, dass wir unbedingt gewinnen und weiterkommen wollen“, erklärte Torjäger Ayodele Adetula (28), der gegen Aue bereits zur Halbzeit ausgewechselt wurde, vor dem Spiel.
Fakt ist: Sollte die Sachsenpokal-Saison am Sonntag früh beendet sein, dürfte die Stimmung in Probstheida noch rauer werden.
Andreas Naumann (33) lief am vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen Aue noch mit einem Lächeln durch das Bruno-Plache-Stadion, in der Hoffnung, dass seine Verletzung nicht allzu schwerwiegend sei.
Doch am nächsten Tag folgte der Schock: Das vordere Kreuzband ist gerissen! Der Routinier wird den Sachsen monatelang fehlen, weshalb nun Ersatz gesucht wird.
Da das Transferfenster bereits geschlossen ist, müssen vereinslose Spieler als Alternative in Betracht gezogen werden. Einer davon ist Jonas Wendlinger (26), der am Freitag schon zu einem Probetraining in Leipzig war.
Wie es weitergeht, ist noch ungewiss. Der Torwart stand zuletzt bei Almere City in der zweiten niederländischen Liga unter Vertrag.
Regionalliga Nordost – Tabelle
In dieser Saison steigt der Meister der Regionalliga Nordost direkt in die 3. Liga auf.