Lok Leipzig führt zweimal, doch Aufstiegschancen wohl dahin
Greifswald – Ein turbulentes Spiel an der Ostseeküste! Der 1. FC Lokomotive Leipzig erkämpfte sich in einer packenden Partie ein 3:3 (3:2) beim Greifswalder FC. Für den Titelverteidiger reichte das Unentschieden jedoch nicht aus, um im Rennen um den Aufstieg Anschluss zu halten.
Bei strömendem Regen musste Lok-Trainer Torsten Ziegner personell ordentlich umstellen. Neben Julian Kügel und Farid Abderrahmane fehlte auch Ayodele Adetula, zudem begann Innenverteidiger Filip Kusic zunächst nur auf der Bank.
Die Gäste starteten besser in die Partie und gingen durch einen starken Auftritt von Dorian Cevis bereits in der 11. Minute in Führung. Der deutsch-kroatische Mittelfeldspieler lupfte den Ball sehenswert ins kurze Eck zum 1:0.
Doch nur drei Minuten später feierten die heimischen Anhänger den Ausgleich: Robert Leipertz, der auf über 250 Zweitligaeinsätze zurückblicken kann, traf zum 1:1 (14.). Für den Meister folgte wenig später ein weiterer Rückschlag: Leipertz steckte den Ball diagonal zum Ex-Chemnitzer Kay Seidemann durch, der seinem langsamer werdenden Gegenspieler Pepe Böhm enteilen und flach ins lange Eck zum 2:1 für den GFC einschieben konnte (22.).
Zum Ende der ersten Halbzeit kippte das Spiel jedoch erneut zugunsten von Lok. Cevis bereitete diesmal Alexander Siebeck vor, der in der 38. Minute den Ausgleich erzielte. Noch vor dem Pausenpfiff erhöhte Djamal Ziane, erneut von Cevis bedient, auf 3:2 für Leipzig (41.).
Zur Halbzeit schien alles für die Blau-Gelben zu laufen – schließlich hatten sie in vier Versuchen bislang noch nie in Greifswald gewinnen können.
Nach Wiederanpfiff allerdings sorgte direkt eine ähnliche, von Loks Sportdirektor Toni Wachsmuth zuvor kritisierte jugendliche Abwehraktion für den erneuten Ausgleich. Über den rechten Flügel ging es schnell, die Hereingabe verwertete Grace Bokake Bolufe zum 3:3 (46.).
Obwohl beide Mannschaften ohne ihre derzeit besten Torjäger – Adetula bei Lok und Colin Kroll-Thiel beim GFC – auskommen mussten, fielen zahlreiche Treffer.
Für Leipzig wäre ein Unentschieden zu wenig gewesen, denn sonst hätte sich der Rückstand auf Spitzenreiter Erfurt sowie die punktgleichen Chemnitzer bereits auf neun Punkte vergrößert.
Lucas Wilton hatte die erneute Führung auf dem Kopf, verfehlte das Tor nach einer Ecke jedoch knapp (76.).
Auch die Einwechslungen des wieder fitten Jonas Arcalean und Stürmer Ricky Bornschein brachten keine entscheidenden Impulse mehr. Am Ende stand ein 3:3, das für Lok Leipzig bedeutet, dem Tabellenersten bereits neun Zähler hinterherzuhinken.
Regionalliga Nordost Tabelle
Der Meister der Regionalliga Nordost sichert sich in dieser Saison den direkten Aufstieg in die 3. Liga.