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Lok Leipzig vor dem Tor eine Katastrophe: Hertha-Talente entführen den Regionalliga-Titel

Leipzig – Am Samstagnachmittag erlebte das Bruno-Stadion ein spannendes Spiel, als Lok Leipzig die zweite Mannschaft von Hertha BSC empfing. Auf dem Papier schien die Begegnung klar zugunsten der Gastgeber, doch die Realität gestaltete sich anders. Der aktuelle Meister der Regionalliga Nordost musste sich dem bislang punktlosen Tabellenletzten mit 1:2 (0:0) geschlagen geben.

Die erste Halbzeit lässt sich kurz zusammenfassen: Die Mannschaft in Blau-Gelb dominierte das Spielgeschehen überwiegend, hatte es jedoch schwer, die kompakt agierenden Berliner zu überwinden.

Dennoch hätten die Gastgeber bereits früh in Führung gehen können. Sowohl Ricky Bornschein (29.) als auch Ayodele Adetula (43.) trafen jeweils den linken Pfosten bei ihren Torschüssen.

Abgesehen davon gelang es Lok nicht, weitere gute Chancen zu kreieren, sodass es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause ging.

Im zweiten Abschnitt ging es dann richtig zur Sache. Die mutigen Spieler aus der Hauptstadt kombinieren sich geschickt durch die Abwehr und gingen durch Liam Kannewurf in der 52. Minute überraschend mit 1:0 in Führung. Zuvor hatte er sich eindrucksvoll gegen zwei Verteidiger durchgesetzt.

Die Gastgeber schienen sichtlich geschockt und kassierten bereits fünf Minuten später den zweiten Treffer. Sebastian Weiland nutzte den linken Flügel, wurde kaum bedrängt und schob das Leder flach rechts an Torwart Andreas Naumann vorbei. War das schon das Aus für Lok?

Auf keinen Fall. Die Leipziger reagierten mit enormem Kampfgeist und starteten eine regelrechte Angriffsflut.

In der 65. Minute erhielt Adetula den Ball auf der linken Seite und schloss mit voller Wucht ab. Der Hertha-Keeper war chancenlos – es stand nur noch 1:2.

Was die Sachsen danach vergaben, war jedoch schlichtweg fahrlässig. Djamal Ziane und Adetula vergaben zahlreiche Möglichkeiten, die für zwei Spiele gereicht hätten. Doch der Ball wollte einfach nicht ins Netz, während die Zeit unaufhaltsam verstrich.

Ab der 80. Minute stabilisierten sich die Gäste wieder etwas, zum Teil auch, weil Lok-Trainer Torsten Ziegner auf volles Risiko ging und offensiv alles nach vorne warf, wodurch hinten immer wieder Lücken entstanden.

In den letzten Minuten ließ der Druck der Gastgeber nach. Hertha spielte clever, brachte Zeit von der Uhr und verteidigte den Vorsprung geschickt. Am Ende fand Leipzig keine Antwort mehr.

Regionalliga Nordost Tabelle

In dieser Saison sichert sich der Meister der Regionalliga Nordost den direkten Aufstieg in die 3. Liga.