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Lok Leipzigs Trainer Ziegner: „Dann kann ich auch mal richtig unangenehm werden“

Leipzig – Sieben Punkte aus vier Spielen in der Regionalliga entsprechen nicht den Erwartungen von Lok Leipzig. Besonders die schmerzhafte 1:2-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC sitzt noch tief.

„Ich war enttäuscht von der Art und Weise, wie meine Mannschaft gegen eine U21-Mannschaft gespielt hat“, erklärte Trainer Torsten Ziegner (48) im „LokCast“.

Die Einstellung habe jedoch nicht gefehlt. Hätte sie gefehlt, gäbe es auch ganz andere Probleme zwischen Team und Trainer.

„Wenn Phasen kommen, in denen mich nicht die Fehler oder Leistungsschwächen stören, sondern die Haltung und Mentalität – dann kann ich durchaus ein unangenehmer Typ sein.“

Was genau er damit meint? „Ich kann dann laut und persönlich werden. Wichtig ist mir, dass wir im Team offen und ehrlich miteinander umgehen. Jemanden persönlich anzugreifen, liegt mir fern, denn ich mag die Jungs alle sehr. Dennoch kann es vorkommen, dass ich einen Spieler vor der gesamten Mannschaft wegen seines Auftretens zurechtweise“, gibt Ziegner offen zu.

Damit unterscheidet er sich sicherlich von seinem Vorgänger Jochen Seitz (49), der zwar auch gelegentlich in der Kabine lauter wurde, aber insgesamt eher ruhig und gelassen wirkte.

Am kommenden Sonntag steht für die Sachsen das nächste Duell gegen eine Berliner Mannschaft an. Tasmania hat bisher drei Punkte gesammelt und wird auswärts sicherlich eine harte Herausforderung für die Blau-Gelben sein – besonders, wenn Lok vor dem Tor wieder so unsicher agiert wie kurz vor Schluss gegen Hertha.

Aus diesem Grund verpflichtete der Verein am Mittwoch Julian Kügel (29) vom Drittligisten FC Ingolstadt, der am Sonntag in der Hauptstadt vielleicht schon seine ersten Treffer beisteuern kann.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.