Bei Lok Leipzig nur leichte Erleichterung: „Das war wirklich eine Horror-Woche!“
Leipzig/Auerbach – Für Lok Leipzig war dieser Erfolg enorm wichtig! Durch eine starke erste Halbzeit beim VfB Auerbach gelang es, eine schwierige zweite Hälfte gegen den Oberligisten zu überstehen, sodass Blau-Gelb mit einem 3:2-Erfolg in die nächste Runde des Sachsenpokals einzog. Nach den äußerst herausfordernden Tagen bei den Probstheidaern ist es ein großes Aufatmen, dass nicht auch dieses Spiel verloren ging.
„Man muss ehrlich sagen, dass wir eine absolute Horror-Woche hinter uns haben. Andreas Naumann und Julian Kügel sind schwer verletzt, Ayodele Adetula, Farid Abderrahmane und Eliyas Strasner fallen aus, außerdem konnten Dorian Cevis und Filip Kusic kaum trainieren. Das sind alles Faktoren, die uns gerade sehr zu schaffen machen“, erklärte Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) nach Spielende im Gespräch mit TAG24.
Wenn man die letzten Resultate in der Regionalliga sowie den Absturz auf Platz elf betrachtet, bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, was bei Lok Leipzig momentan vor sich geht.
Obwohl das Transferfenster eigentlich geschlossen ist, wird Wachsmuth vermutlich noch einmal aktiv werden müssen, um die schweren Ausfälle auszugleichen. Für die Torwartposition könnte mit Jonas Wendlinger (26) bereits ein Kandidat gefunden sein.
„Wir wollen bis Mitte der Woche eine Entscheidung treffen. Bei Julian Kügel sieht es leider noch schlimmer aus. An seinem Transfer haben wir lange gearbeitet, und dann fällt er am 2. September aus. Das ist wirklich bitter. Wir werden prüfen, ob wir da noch einmal nachlegen“, so der 39-Jährige.
Dass die zuletzt schwachen Ergebnisse in der Liga kein Problem im Teamzusammenhalt sind, sondern vielmehr auf die allgemeine Verunsicherung durch die momentanen Umstände zurückzuführen sind, betonte Wachsmuth ebenfalls. Das zeigte sich auch im Spiel gegen Auerbach deutlich.
„In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, besser kann man gegen so eine starke Mannschaft kaum auftreten. Aber wir nutzen unsere Chancen nicht und bringen uns dadurch selbst aus dem Konzept. Das ist ein wenig symptomatisch“, fasste er abschließend zusammen.
Für die Sachsen bedeutet das nun ein kleines Aufatmen, zumal sie am Montag entspannt verfolgen können, wer ihnen in der nächsten Pokalrunde gegenübersteht. Der nächste Gegner wartet jedoch bereits am kommenden Sonntag in der Liga: der Greifswalder FC.