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Der Ton bei Lok Leipzig wird schärfer – Sachsenpokal nun im Bruno-Plache-Stadion

Leipzig – Zufriedenheit ist aktuell bei Lok Leipzig Fehlanzeige. Die Sachsen können ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllen, liegen in der Tabelle der Regionalliga Nordost derzeit nur auf dem elften Platz und kassierten am Sonntag beim 3:3 in Greifswald erneut drei einfache Gegentreffer.

Schon in der Halbzeitpause sprach Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) von „zu viel ungestümen Jugendfußball“, noch ehe ein weiterer individueller Fehler kurz nach Wiederanpfiff den Blau-Gelben durch das 3:3 den möglichen Sieg kostete.

Trainer Torsten Ziegner (48) wurde nach dem Spiel noch deutlicher und erklärte: „Was wir für haarsträubende Fehler machen, das habe ich die ganze Woche über nicht gesehen – wahrscheinlich nicht einmal in den vergangenen zwei Jahren. Ich weiß nicht, ob die Spieler durch die Erlebnisse im Sommer verlernt haben, seriös Fußball zu spielen.“ Eine klare Ansage.

Der Coach, der für seine direkte Art bekannt ist, ging noch weiter: „Vielleicht ist dem einen oder anderen auch einfach zu wohl zumute. Das Thema Wohlfühloase – da gibt es einige Dinge, die mir überhaupt nicht gefallen.“

Wie genau diese Kritik bei der Mannschaft ankommt, ist schwer einzuschätzen – immerhin konnten die Leipziger in Greifswald aus einer positiven Perspektive drei Tore erzielen.

Bei der Pressekonferenz am Montag vor dem Spiel am Mittwochabend gegen den BFC Dynamo versuchte Ziegner seine Aussagen noch einmal zu relativieren: „Ich wollte damit sagen, dass das Team in den vergangenen Jahren sehr vom Erfolg verwöhnt war. Jetzt gehört es eben auch dazu, mit dem Rückstand zu den eigenen Ansprüchen und Zielen klarzukommen. Wir müssen uns mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen und können nicht einfach sagen: ‚Das wird schon wieder.‘“

In der dritten Runde des Sachsenpokals steht für Lok Leipzig eigentlich ein Auswärtsspiel beim SV Liebertwolkwitz an. Da der Verein aus der Sachsenklasse Nord (7. Liga) infrastrukturell große Schwierigkeiten gehabt hätte, ein Heimspiel auszurichten, einigten sich beide Clubs und stellten beim Sächsischen Fußballverband einen Antrag auf Tausch des Heimrechts.

Die Partie findet somit am 2. Oktober um 19 Uhr im Bruno-Plache-Stadion statt.

Regionalliga Nordost – Tabelle

Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.