Spannendes Leipziger Derby endet ohne Sieger: Streit der Trainer nach dem Abpfiff!
Leipzig – Beim Regionalliga-Duell am Samstagnachmittag zwischen Lok Leipzig und Chemie Leipzig gab es keinen Gewinner! Die Grün-Weißen setzten mit einer durchdachten Strategie zunächst ein 2:0, mussten sich jedoch letztlich dem Druck der Blau-Gelben beugen und den scheinbar sicheren Sieg wieder hergeben. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 2:2-Unentschieden.
Lok-Trainer Torsten Ziegner (48) war der Meinung, dass es nur einen wahren Sieger in diesem Spiel hätte geben dürfen.
„Wir sind natürlich enttäuscht. Trotz des Rückstands von 0:2 hätte heute nur eine Mannschaft als Sieger vom Platz gehen dürfen. Dennoch möchte ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen – für ihren Kampfgeist und ihre Einstellung. Aber bei diesem Spielverlauf ist ein 2:2 für uns zu wenig“, äußerte sich der Coach nach dem Spiel in der Pressekonferenz.
Die BSG nutzte im ersten Durchgang zwei Chancen eiskalt und erzielte zwei Tore, ehe die bis dahin wenig überzeugenden Probstheidaer kurz vor der Halbzeitpause noch den Anschluss erzielten.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich die Begegnung jedoch fast ausschließlich in eine Richtung. Chemie konnte hinten kaum noch verteidigen, was Trainer Alexander Schmidt (57) auch auf den knappen Kader zurückführte.
Dennoch war Schmidt nicht ganz einverstanden mit der Bewertung seines Kontrahenten. Seiner Ansicht nach habe sich Chemie den Punkt „vollkommen verdient“ und wenn das Schiedsrichterteam nicht „jede 50:50-Situation zugunsten der Heimmannschaft entschieden hätte“, wäre sogar ein Erfolg möglich gewesen.
Schmidt betonte: „Ich bin zufrieden, denn unabhängig vom Ergebnis muss ich die Leistung meiner Mannschaft hervorheben. Sie zeigte die Eigenschaften, die in einem Derby gefragt sind – gegen einen starken Gegner und bei einem schwierigen Auswärtsspiel. Ich bin wirklich stolz auf mein Team.“
Mit der Punkteteilung können die Chemiker wohl besser leben. Mit zehn Zählern aus 13 Partien steckt Grün-Weiß jedoch weiterhin mitten im Kampf gegen den Abstieg.
Und Lok? Der Verein wartet weiterhin auf den ersten Heimsieg in dieser Regionalliga-Saison. Zudem könnte der Rückstand auf Tabellenführer Chemnitzer FC am Sonntag auf 15 Punkte anwachsen.
Regionalliga Nordost Tabelle
Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.