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Lok Leipzig ändert Prioritäten: Droht ein katastrophales Spiel gegen den BFC?

Leipzig – In dieser Saison kassierte Lok Leipzig bereits 16 Gegentore in acht Partien der Regionalliga. Dieser Wert entspricht definitiv nicht den Erwartungen, die man an den Titelverteidiger stellt. Auch beim 3:3 gegen den Greifswalder FC fingen sie sich erneut drei leichtfertige Treffer. Damit soll nun endlich Schluss sein.

Seit Wochen beschäftigt das Team von Trainer Torsten Ziegner (48) vor allem ein zentrales Thema: Die Abwehr soll endlich stabil stehen und keine Gegentore mehr zulassen. Vor allem individuelle Fehler verhindern bislang, dass das Team eine Begegnung ohne Gegentor bestreiten konnte.

Der Plan für das kommende Heimspiel am Mittwochabend gegen den BFC Dynamo (19 Uhr) lautet daher: Die Defensive stärken, alle Angriffe abwehren und den ersten Heimsieg der laufenden Saison einfahren. Dies könnte jedoch bedeuten, dass die Offensivaktionen der Leipziger etwas gedrosselt werden.

„Ich möchte nichts sagen, was potenzielle Zuschauer davon abhält, am Mittwoch ins Stadion zu kommen“, erklärte Ziegner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

„Es lohnt sich, dabei zu sein. Das heißt aber nicht, dass wir jeden Ball einfach nur ins Nirgendwo schlagen, um hinten die Null zu halten und darauf hoffen, vorne irgendwie ein Tor zu erzielen. Vielmehr wollen wir den Fokus der Spieler stärker auf das Defensivspiel legen.“

Konkret bedeutet das, wieder auf einfachen Fußball zu setzen und schneller ins Gegenpressing zu gehen, so der Coach. „Ob das dann besonders schön anzuschauen ist oder es viele intensive Zweikämpfe geben wird, ist zweitrangig: Wir werden alles daransetzen, die drei Punkte in Leipzig zu behalten.“

Leicht wird das allerdings nicht. Der BFC ist gut in Form, hat bereits 14 Punkte gesammelt und belegt momentan den fünften Tabellenplatz. Was zeichnet die Berliner aktuell aus? „Die Effektivität – im Gegensatz zu uns“, so Ziegner.

„Es überrascht nicht, dass sie im vorderen Drittel der Liga zu finden sind. Trotzdem denke ich, dass sie zu schlagen sind. Sie marschieren nicht unaufhaltsam durch die Liga.“

Regionalliga Nordost Tabelle

Der diesjährige Meister der Regionalliga Nordost steigt direkt in die 3. Liga auf.