Hertha BSC: Steht Linus Gechter bald im Champions-League-Einsatz?
Berlin – Setzt sich der Abgangstrend fort? Hertha BSC könnte möglicherweise bald einen weiteren Schlüsselspieler verlieren: Linus Gechter (22) steht offenbar im Fokus ausländischer Klubs.
Nach Angaben des italienischen Transfer-Experten Nicolo Schira auf der Plattform X hat der Aufsteiger in die Serie A, Como 1907, den Innenverteidiger ins Visier genommen.
Damit würde Gechter einem ehemaligen Teamkameraden folgen: Marc Oliver Kempf (31) wechselte im Sommer 2024 zu den Italienern und hat sich unter dem Trainer Cesc Fàbregas (39) zu einem unverzichtbaren Stammspieler entwickelt.
Kempf trug maßgeblich zum Erfolg der Lombarden bei, die sich in der vergangenen Spielzeit zum zweiten Mal in Folge nach ihrem Aufstieg für die Champions League qualifizieren konnten – und dabei namhafte Serie-A-Klubs wie AC Mailand, Juventus Turin, Lazio Rom oder Atalanta Bergamo hinter sich ließen.
Dadurch verfügen die Biancoblu über ein zusätzliches starkes Argument, neben dem Reiz erstklassiger Fußballspiele und vermutlich auch einem attraktiveren Gehalt im Vergleich zu Hertha BSC.
Allerdings müsste sich Gechter bei Como einer starken Konkurrenz stellen: Neben Kempf sind derzeit fünf weitere Innenverteidiger im Kader vertreten.
Bereits im vergangenen Winter hätte der Defensivspezialist zu RB Salzburg wechseln können, entschied sich jedoch, auf den Aufstieg mit Hertha zu hoffen und blieb seinem Klub an der Spree treu. Kürzlich wechselte er jedoch seine Berateragentur – ein möglicher Hinweis auf einen bevorstehenden Transfer.
Nach dem Weggang mehrerer Führungsspieler wie Fabian Reese (28), Michael Cuisance (26) oder Toni Leistner (35) wird von dem Rechtsfuß eigentlich erwartet, eine größere Führungsrolle bei den Blau-Weißen zu übernehmen und auch als Kandidat für das Kapitänsamt zu gelten.
Trotz seines jungen Alters kann Gechter bereits auf reichlich Erfahrung zurückblicken: Er absolvierte 91 Pflichtspiele für den Hauptstadtverein. Ein möglicher Abgang wäre daher ein herber Verlust für die Berliner und Trainer Stefan Leitl (48), der den Abwehrspieler zuletzt in höchsten Tönen lobte.
„Linus ist außergewöhnlich. Von Beginn an zeigt er eine enorme innere Motivation und gibt immer alles. Er trainiert stets am Limit. Die Zusammenarbeit mit ihm macht wirklich Freude“, schwärmte der Hertha-Coach.
Hertha BSC wird alles daran setzen, den Leistungsträger zu halten. Dennoch könnte dies schwierig werden, falls Como 1907 ernst macht, denn Gechter verfügt in seinem noch ein Jahr laufenden Vertrag über eine Ausstiegsklausel in Höhe von etwa vier Millionen Euro.