Wird er an die Erfolge von Xabi Alonso anknüpfen können? So tickt der neue Cheftrainer von Leverkusen
Von Kaspar Kamp
Leverkusen – Mit viel Engagement, klaren Konzepten und einem deutlichen Bekenntnis zu offensivem Fußball präsentierte sich Bayer Leverkusens neuer Cheftrainer Carles Martínez Novell (41) am Freitag der Öffentlichkeit.
„Die Gegner sollen spüren, dass Leverkusen ein großer Klub ist“, erklärte der Nachfolger von Kasper Hjulmand (54).
Sein Vorgänger Hjulmand hatte die Mannschaft bereits nach dem zweiten Spieltag der vergangenen Saison von Erik ten Hag (56) übernommen, wurde jedoch nach etwa neun Monaten wegen spielerischer Stagnation und dem Verpassen der Qualifikation für die Champions League wieder entlassen.
Martínez Novell steht sportlich für einen aktiven, offensiven Spielstil. Er kündigte an, dass Leverkusen künftig aggressiv auftreten, hohen Druck auf den Gegner ausüben und die Ballkontrolle übernehmen werde.
„Wer den Ball besitzt, hat bessere Chancen, das Spiel zu gestalten“, betonte Martínez Novell. Auch der persönliche Kontakt zu den Spielern ist ihm sehr wichtig.
„Ich möchte, dass sich jeder Profi wertgeschätzt fühlt“, unterstrich der 41-jährige Spanier. Nur auf diese Weise könnten sich die Spieler weiterentwickeln und ihr volles Potenzial entfalten, erklärte Martínez Novell, der zuvor drei Jahre lang den französischen Klub FC Toulouse trainiert hatte.
Wichtig sei jedoch nicht nur das Sprechen über Ziele, sondern vor allem die tägliche harte Arbeit. Wenn es gelingt, die Spieler zu fördern und zu motivieren, werde der Erfolg auf dem Platz eine natürliche Folge sein. „Ich will sofort mit der Arbeit beginnen, am liebsten heute noch – doch wir müssen uns noch gedulden“, so der neue Chefcoach.
Der Trainingsstart ist aktuell für Mitte Juli angesetzt.
Das erste Spiel unter seiner Leitung ist für den 18. Juli geplant – ein Testspiel gegen den Oberligisten SF Baumberg.