Leverkusen-Chef Carro macht klare Ansagen: „Wir führen jetzt einen Kampf gegen Infantino“
Von Maximilian Haupt
Leverkusen – Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro hat sich im Streit um die umstrittene Führung des FIFA-Präsidenten in klaren Worten gegen Gianni Infantino positioniert.
„Wir führen derzeit einen Kampf gegen Infantino – und diesen müssen wir gewinnen“, erklärte der 62-Jährige im Gespräch mit der „Sport Bild“.
Der Weltfußballverband benötige dringend Reformen, eine verlässliche Leitung sowie eine echte Wahlmöglichkeit bei der Präsidentschaftswahl im März.
„Ein ‚Weiter so‘ mit Infantino halte ich für ausgeschlossen, das wäre das schlechteste Szenario“, betonte Carro.
Wer den stark kritisierten Amtsinhaber ablösen soll, ließ Carro jedoch offen. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten werde „auf jeden Fall eine Herausforderung“, so Carro. Es müsse jemand sein, „der auch außerhalb Europas überzeugen und Mehrheiten erzielen kann“.
Der Spanier ergänzte: „Meine Vermutung ist, dass es letztendlich ein Nicht-Europäer sein wird, der jedoch von Europa unterstützt wird.“
Infantino steht massiv unter Druck – nicht zuletzt wegen seines letztlich gescheiterten Vorhabens, WM-Rechte für eine Milliardenhöhe an private Investoren zu veräußern.
Zeichen dafür, dass der 56-Jährige, der seit 2016 an der Spitze der FIFA steht, einen Rückzug erwägt, sind nicht erkennbar.