War dies tatsächlich Marten Winklers letztes Spiel für Hertha? Abgang des Flügelstürmers zeichnet sich ab
Berlin – Für seine Leistung erntete Marten Winkler (23) viel Lob. Vor allem in der ersten Halbzeit gegen Heidenheim war der flinke Außenstürmer kaum zu bremsen. An allen drei Toren war er direkt beteiligt.
Den ersten Treffer bereitete der flinke Angreifer Sebastian Grönning (29) vor, das zweite erzielte Winkler selbst mit einem kraftvollen Linksschuss. Anschließend legte er das 3:0 durch Deyovaisio Zeefuik (28) mustergültig auf.
Mit zwei Torvorlagen und einem beeindruckenden Treffer stach Winkler beim 4:1-Sieg gegen den Absteiger klar hervor. Doch seine fulminante Vorstellung könnte zugleich sein Abschiedsspiel gewesen sein.
Bereits am Samstagabend berichtete die Bild-Zeitung von einem Interesse des belgischen Vereins RSC Anderlecht, am Sonntag bestätigte der Kicker diese Meldung mit weiteren Informationen. Ein Transfer scheint nun immer wahrscheinlicher. Laut Kicker steht Winkler vor einem Wechsel nach Belgien.
Für Hertha BSC wäre es bereits der 14. Abgang, für den der Klub eine ordentliche Ablösesumme kassieren könnte. Medienberichten zufolge soll die Ablösesumme bei etwa vier Millionen Euro zuzüglich möglicher Boni liegen.
Nach zwei Jahren in der 3. Liga, in denen Winkler zeitweise als linker Schienenspieler eingesetzt wurde, bildete er über drei Jahre gemeinsam mit Fabian Reese (28) ein starkes Flügelduo. Seine beste Saison spielte er jedoch vergangenes Jahr, als ihm in 35 Pflichtspielen sieben Tore und sieben Vorlagen gelangen.
"Seitdem er hier ist, ist Matte ein absolut wichtiger Bestandteil des Teams und hat eine hervorragende Entwicklung gezeigt. Schon in der letzten Saison war er sehr überzeugend", lobte Trainer Stefan Leitl (48). "Seine Karriere wird sicherlich noch großartig verlaufen."
Allerdings wird diese - wie es momentan aussieht - nicht in Berlin fortgesetzt. Für Hertha wäre das ein weiterer bedeutender sportlicher Verlust zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Überraschend kommt die Entwicklung jedoch nicht: Bereits im Mai hatte Winkler öffentlich und intern seinen Wunsch nach einem Wechsel geäußert, um den nächsten Karriereschritt zu machen. Bislang lagen jedoch keine konkreten Angebote vor – bis jetzt.
Bei Anderlecht hat er die Chance genau diesen nächsten Schritt zu gehen. Der belgische Klub lockt nicht nur mit der Teilnahme an der ersten Liga, sondern auch mit der Aussicht auf Europa-League-Einsätze, sofern sie die Qualifikationshürde gegen FK Qairat Almaty überwinden – womöglich schon mit Winkler im Team.