HSV-Blog: Lena Cassel lobt die Rothosen, übt aber auch Kritik – „Noch nicht ganz überzeugend“
Hamburg – Am Samstag gelang dem Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart (1:0) der dritte Sieg in Folge in dieser Saison. Dadurch rückten die Rothosen auf Rang neun der Tabelle vor.
Ein Spieler stach dabei besonders hervor. Hinter den Kulissen werden bereits die Weichen für den Winter gestellt.
In unserem HSV-Blog findet Ihr alle aktuellen Informationen zum Team, mögliche Transfers und weitere Neuigkeiten aus dem Volksparkstadion.
Gemeinsam mit Maik Nöcker (57) nahm Lena Cassel (32) am Montag die Partie des HSV gegen den VfB Stuttgart genauer unter die Lupe.
Während die Expertin dem Cheftrainer Merlin Polzin und dem Management des Traditionsvereins lobende Worte widmete, übte sie gleichzeitig auch Kritik an der Mannschaft. „Der Sieg für Hamburg war eher glücklich“, begann die Sportmoderatorin. Sie ergänzte: „Entscheidend war mal wieder ein Sonntagsschuss von Muheim. [...] Insgesamt finde ich das Auftreten des HSV im Kollektiv noch nicht vollständig überzeugend.“
Besonders im Fokus standen für sie Torwart Daniel Heuer Fernandes, der am Samstag eine starke Leistung zeigte, sowie Yussuf Poulsen. Der Däne habe „unglaublich viel gearbeitet“. „Technisch ist er vielleicht nicht der Feingeist, dafür aber enorm robust“, erklärte Cassel. Ihrer Meinung nach ist Poulsen ein wesentlicher Grund für die jüngsten drei Siege in Serie.
Neuzugang aus Skandinavien? Laut einem Bericht von „ontheminute“ zeigt der HSV Interesse an Gianni Stensness (27) vom norwegischen Klub Viking Stavanger.
Der Australier spielt seit 2025 beim norwegischen Meister und konnte zuletzt im spektakulären 3:3 gegen Bayern München überzeugen, als er früh das erste Tor erzielte.
Neben dem HSV soll auch der englische Zweitligist Hull City ein Auge auf Stensness geworfen haben. Beide Vereine wollen den Spieler jedoch weiterhin beobachten.
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Kapitäns Nicolai Remberg musste Trainer Merlin Polzin im Spiel gegen den VfB Stuttgart (1:0) dringend umstellen. Da auch Albert Sambi Lokonga muskuläre Probleme hatte und fehlte, rückte Bilal Nadir in die Startelf – und nutzte seine Chance.
Polzin zeigte sich mit dem Auftritt des 22-jährigen Franzosen sehr zufrieden: „Er hat eindrucksvoll gezeigt, warum der HSV so intensiv Interesse an ihm hatte. Er gestaltet das Spiel, verfügt über eine hohe technische Qualität und bringt zudem eine Balleroberungsmentalität mit, die im Mittelfeld sehr wertvoll für die Mannschaft ist“, lobte der 35-Jährige.
Auch die Teamkollegen zeigten sich begeistert von Nadir. Yussuf Poulsen etwa hob den Mittelfeldspieler in den höchsten Tönen hervor: „Er ist ein großartiger Fußballer, der am liebsten am Ball ist. Wenn man sieht, wie er in Zweikämpfe geht und bis zur letzten Minute alles gibt – genau so jemanden brauchen wir!“
Ein ganz besonderer Sieg: Die U19 des HSV gewann am Sonntag ihr Stadtderby gegen den FC St. Pauli mit 3:2. Den Siegtreffer erzielte Paul Johansons (17) kurz vor Schluss.
Nur einen Tag nach dem Heimspiel gegen Stuttgart verpasste es Profi-Coach Merlin Polzin (35) nicht, die Partie seiner Schützlinge live vor Ort zu verfolgen.
Im Duell gegen den VfB Stuttgart am Samstag (1:0) wurde Hamburgs Youngster Louis Lemke nach einem unglücklichen Zweikampf von Bilal El Khannouss (22) versehentlich getreten. Dabei verlor der 17-Jährige einen Zahn.
Davon ließ sich der Abwehrspieler jedoch nicht unterkriegen. Nach dem Spiel meinte er mit einem Grinsen trotz des halben Schneidezahns: „Morgen habe ich direkt einen Zahnarzttermin, dann ist das wieder in Ordnung. Schmerzen habe ich keine, also ist alles gut.“
Den Sieg wollte Lemke am Abend zu Hause gebührend feiern: „Ich will noch Fifa spielen“, lachte er. „Ansonsten ist nichts Besonderes geplant.“
Der Schiedsrichter in der Begegnung HSV gegen VfB Stuttgart war Robert Hartmann (47). Der erfahrene Unparteiische pfiff bereits 15 Spiele mit HSV-Beteiligung, davon allerdings erst eine seit der Bundesliga-Rückkehr der Rothosen.
Und dieses Spiel verbindet der HSV mit positiven Erinnerungen: Im Oktober 2025 gewann man unter seiner Leitung ein Heimspiel gegen Mainz 05 mit 4:0.
Insgesamt fällt die Bilanz des Diplom-Betriebswirts Hartmann mit dem HSV ordentlich aus. Von 15 Einsätzen in Bundesliga und 2. Liga konnten die Rothosen sieben Siege feiern, fünfmal endete es unentschieden und nur vier Niederlagen wurden kassiert. Die Partie am Samstag wird Hartmanns 183. Bundesliga-Spiel sein.
Gute Nachrichten gibt es von HSV-Kapitän Nicolai Remberg (26): Nach seinem Kreuzbandriss wurde er erfolgreich operiert, wie der Verein am Samstag mitteilte.
Auf der Social-Media-Plattform X veröffentlichten die Rothosen ein Bild von „Rambo“ aus dem Krankenhausbett. Der defensive Mittelfeldspieler zeigt gut gelaunt den Daumen nach oben. Nun steht eine lange Rehabilitationsphase für ihn bevor.
Ein besonderes Ereignis kündigt sich an: Am 15. November um 15 Uhr bestreitet der Hamburger SV ein Testspiel gegen den kroatischen Erstligisten Hajduk Split. Dabei wird Mario Vuskovic (24) sein Comeback gegen seinen ehemaligen Club feiern. Nach seiner vierjährigen Dopingsperre ist Vuskovic nun wieder spielberechtigt.
Dieses Ereignis dürfte nicht nur für ihn, sondern für die ganze Familie ein Highlight sein. Denn neben Mario spielten auch sein Bruder Luka (19), sein Urgroßvater, Großvater sowie Vater Daniel früher für Hajduk.
Unvergesslich wird für Daniel Elfadli (29) sein Debüt in der Champions League bleiben. Am Mittwochabend stand die HSV-Leihgabe mit dem Linzer ASK gegen den FC Liverpool auf dem Platz und verlor trotz eines spannenden Spiels mit 3:6 (0:3).
„Ich kann es kaum fassen. Es fühlt sich besonders und surreal an“, verriet Elfadli gegenüber hsv.de. „Die pure Freude ist riesig. Davon träumt man als Junge, wenn man mit dem Fußball beginnt. Ich habe oft davon geträumt, und jetzt ist es Realität. Einfach unglaublich.“
Diese einzigartigen Momente konnte der 29-Jährige mit seiner Mutter, seiner Tante und Freunden teilen. „Es war toll, dass sie dabei waren. Dieses Spiel widme ich vor allem meiner Mutter und meinem Bruder, die mich auf meinem Weg immer unterstützt haben.“ Vor viereinhalb Jahren kickte Elfadli noch in der Regionalliga.
Ein weiteres Highlight steht Mario Vuskovic (24) bevor: Ab dem 16. November darf er wieder Pflichtspiele für den HSV bestreiten. Als erstes könnte das Derby gegen Werder Bremen folgen. Allerdings fehlt ihm bislang die Spielpraxis, die nun aufgebaut werden soll.
Der kroatischen Zeitung „24 sata“ zufolge sind Gespräche zwischen dem HSV und Hajduk Split geplant. Das Testspiel soll Mitte November in der Länderspielpause stattfinden, der genaue Spielort ist noch offen.
Vuskovic war 2021 zunächst auf Leihbasis vom kroatischen Klub nach Hamburg gewechselt. Ein Jahr später sicherten sich die Rothosen den Verteidiger für 4,2 Millionen Euro fest.
Am Dienstag begann der HSV mit den Vorbereitungen auf das Spiel gegen den VfB Stuttgart. Dabei fehlten Trainer Merlin Polzin (35) zahlreiche Spieler.
Neben Kapitän Nicolai Remberg (26) wegen Kreuzbandriss fehlten auch Albert Sambi Lokonga (26) und Mario Vuskovic (24) aus Gründen der Belastungssteuerung. Ebenso musste Bakery Jatta (28) wegen Adduktorenproblemen passen.
Die Rückkehrer Albert Grönbaek (25) und Patson Daka (28) absolvierten vor dem Training individuelle Einheiten.
Positive Nachrichten gab es von Bilal Nadir (22, Adduktorenbeschwerden) und Zakaria El Ouahdi (24, Erkältung). Beide nahmen zwar am Mannschaftstraining teil, trainierten nach rund 30 Minuten aber separat mit Reha-Coach Sebastian Capel (41) weiter.
Neuzugang Kofi Amoako (21), der von Dynamo Dresden kam, spielte bisher kaum eine Rolle beim HSV. Bis zum letzten Spieltag stand er noch ohne Einsatz da. Im Testspiel während der Länderspielpause konnte er sich mit einem Tor gegen den FC Kopenhagen empfehlen.
Aufgrund seiner Leistungen zeigten bereits einige Vereine Interesse, darunter auch Hannover 96, wo Amoako zwischen 2016 und 2019 in der Jugend spielte.
Der vergangene Samstag veränderte jedoch die Situation: Amoako feierte sein HSV-Debüt und wird aufgrund des Ausfalls von Kapitän Remberg (26) nun stärker gebraucht. Ein Abschied im Winter ist damit eher unwahrscheinlich, vielleicht nutzt der 21-Jährige die Chance, sich beim HSV zu etablieren.
Ein harter Schlag für den HSV: Kapitän Nicolai Remberg (26) zog sich am Samstag einen Kreuzbandriss zu und wird monatelang ausfallen. Nun hat sich der Mittelfeldspieler erstmals zu Wort gemeldet.
„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden“, schrieb er emotional auf Instagram. „Manchmal entscheidet ein falscher Schritt über Erfolg oder Misserfolg. Leider war es diesmal negativ.“
Bislang blieb Remberg von Verletzungen verschont. „Das werde ich nie als selbstverständlich ansehen“, erklärte er. Er habe stets an seine Grenzen gegangen und sei deshalb da, wo er jetzt ist.
„Die kommende Zeit wird eine Herausforderung, aber niemand muss sich Sorgen machen: Ich komme stärker zurück“, versprach der 26-Jährige. „Unsere Athletik- und Reha-Trainer können sich schon mal warm anziehen. 😉“
Zusätzlich dankte er für die Unterstützung und versicherte: „Ich habe bereits andere Herausforderungen gemeistert und kann garantieren, dass dieses Comeback etwas Besonderes wird.“
Yussuf Poulsen steht am Samstagnachmittag (15:30 Uhr/Sky) im Aufgebot für das Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Zusammen mit Fabio Vieira auf der halben Zehn soll der Stürmer offensiv für Impulse sorgen.
Trainer Merlin Polzin, der in der Offensive auf einige Spieler verzichten muss, bezeichnete die beiden als „gute Kombination“, von der das Team profitieren werde. „Zusammen bringen sie eine hohe Qualität aufs Spielfeld“, so Polzin vor Anpfiff gegenüber Sky.
Der HSV startete am Dienstag in die Vorbereitung auf die Partie bei der TSG Hoffenheim. Trainer Polzin gab anschließend ein Update zur Personalsituation bekannt. „Warmed Omari (26), David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) machen einen guten Eindruck, sind voller Energie und wurden mit Applaus begrüßt.“
Zakaria El Ouahdi (24/Marokko) wird erst am Mittwoch zurückerwartet, Immanuel Pherai (25/Suriname) sogar erst am Donnerstag.
Die übrige Personalsituation bleibt unklar. „Wir werden im Laufe der Woche sehen, wer fit genug für das Spiel ist“, erklärte Polzin. „Für Albert und Pato kommt das Spiel in Hoffenheim zu früh.“ Optimistisch zeigte er sich hingegen bei Yussuf Poulsen (32) und Terem Moffi (27).
Mit lediglich drei Punkten aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 2:13 verlief der Saisonstart des HSV enttäuschend. Mehr als die Hälfte der deutschen Fußballfans rechnet daher mit dem Abstieg der Rothosen.
Eine repräsentative Umfrage von ONE8Y im Auftrag des Tipico Sportdatencenters (1675 Befragte) zeigt, dass 53 Prozent den Klassenerhalt des einstigen Bundesliga-Dinos anzweifeln.
Die Analysten des Sportdatencenters bewerten die Lage jedoch etwas gelassener und beziffern die Abstiegswahrscheinlichkeit aktuell „nur“ auf 30 Prozent.
Während der HSV am Sonntag gegen Kopenhagen testete, waren vier Spieler zeitgleich für ihre Nationalmannschaften im Einsatz.
Zakaria El Ouahdi (24) kam für Marokko beim 1:1 gegen Mali zehn Minuten zum Einsatz, während Warmed Omari (26) bei der 0:1-Niederlage der Komoren gegen Senegal durchspielte.
Das Gleiche galt für David Möller Wolfe (24) bei Norwegens 1:2 gegen Portugal. Sander Tangvik (23) saß bei diesem Spiel 90 Minuten auf der Bank.
Gute Nachrichten gab es von HSV-Stürmer Yussuf Poulsen (32) nach dem Test gegen Kopenhagen.
„Es war ein Schlag auf die Wade, aber die hat zugemacht. Es ist schade, weil ich gern mehr Minuten gesammelt hätte. Wir wollten kein Risiko eingehen, damit es nicht schlimmer wird. Nächste Woche werde ich wieder spielen können“, erklärte der Däne, der bereits nach 20 Minuten ausgewechselt wurde.
Eine schlechte Nachricht für den HSV: In den kommenden Wochen wird Patson Daka (27) nicht zur Verfügung stehen. Der Angreifer verletzte sich im Einsatz für die sambische Nationalmannschaft.
Der Verein teilte am Freitag mit, dass sich Daka einen Faserriss im linken Oberschenkel zugezogen hat.
Am vergangenen Freitag wurde er beim 1:3 gegen Algerien zur Halbzeit ausgewechselt und danach nicht mehr berücksichtigt.
Erneut eine Niederlage für David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) mit Norwegen in der Nations League: Am Donnerstagabend unterlagen die Norweger trotz früher Führung mit 1:2 (1:1) in Wales und spielten ab der 46. Minute in Unterzahl.
Während Wolfe nach seiner Gelb-Roten Karte im ersten Spiel gegen Dänemark wieder in die Startelf zurückkehrte und 75 Minuten spielte, blieb Tangvik auf der Bank.
Am Sonntag steht das letzte Spiel dieser Länderspielperiode gegen Portugal an, das Hinspiel ging mit 1:2 verloren.
Der HSV wurde bereits im Sommer Interesse an Oguz Aydin (25) von Fenerbahce Istanbul nachgesagt, das laut dem türkischen Medium Aksam weiterhin besteht.
Dem Bericht zufolge sollen Verantwortliche des HSV den türkischen Nationalspieler beim Länderspiel gegen Italien beobachtet haben. Sollte die weitere Beobachtung positiv verlaufen, könnte der HSV einen Transferversuch starten.
Aydin, der bisher 14-mal für die Türkei spielte, pendelt bei seinem Klub zwischen Startelf und Bank. In dieser Saison kam er sechsmal zum Einsatz, erzielte dabei ein Tor und gab zwei Vorlagen.
Ein erfolgreicher Tag für ein HSV-Trio! Zakaria El Ouahdi (24), Patson Daka (27) und Warmed Omari (26) feierten bei der Afrika-Cup-Qualifikation Siege mit ihren Nationalteams, auch wenn einer nur auf der Bank saß.
El Ouahdi spielte beim 2:0-Erfolg Marokkos gegen Lesotho 90 Minuten durch. Anschließend steht noch ein Freundschaftsspiel gegen Ghana am 4. Oktober an.
Omari absolvierte ebenfalls die volle Spielzeit und gewann mit den Komoren 1:0 gegen Namibia, wo Ex-HSV-Kicker Collin Benjamin (48) als Trainer fungiert. Am 4. Oktober wartet ein Spiel gegen Senegal.
Daka hingegen stand bei Sambias 2:0-Sieg gegen Togo nicht im Kader. Laut HSV hatte er muskuläre Beschwerden.
Die Karriere von Jonas David (26) gleicht einer Achterbahnfahrt. Als Derby-Torschütze gegen St. Pauli 2023 schrieb er HSV-Geschichte, konnte sich im Team aber nie dauerhaft durchsetzen.
Nach einer Leihe zu Hansa Rostock verließ er den Klub und wechselte nach Österreich zur WSG Tirol, anschließend zum SSV Ulm. Dort stieg er nicht nur aus der 3. Liga ab, sondern zog sich auch einen Kreuzbandriss zu und fiel lange aus. Seit diesem Sommer ist er vereinslos.
Nun gibt es Hoffnung: Nachdem er sich bei der HSV-U21 fit gehalten hat, absolviert der 26-Jährige derzeit ein Probetraining beim Drittligaspitzenreiter MSV Duisburg und möchte sich dort empfehlen.
Der ehemalige HSV-Trainer Markus Gisdol (57), der zwischen September 2016 und Januar 2018 an der Seitenlinie stand, steht vor einer neuen Aufgabe.
Medienberichten zufolge soll der 57-Jährige den bulgarischen Rekordmeister ZSKA Sofia übernehmen. Zuletzt trainierte Gisdol von Juli bis Oktober 2025 den türkischen Erstligisten Kayserispor. Sollte er in Sofia anheuern, trifft er in der Conference League unter anderem auf Trabzonspor mit dem deutschen Coach Thomas Reis (52) und Superstar Mohamed Salah (34).
Eine schlechte Nachricht für den HSV: Albert Grønbæk (25) wird dem Klub wochenlang fehlen, wie der Verein am Samstag mitteilte.
Grønbæk, bislang einer der auffälligsten Spieler im Team, zog sich beim Nations-League-Spiel gegen Norwegen (2:3) am Donnerstag einen Faserriss im rechten Oberschenkel zu, bestätigt ein MRT des dänischen Verbandes.
Die genaue Ausfalldauer ließ der HSV offen, betonte jedoch, dass der 25-Jährige aufgrund seiner aktuellen Form schwer zu ersetzen sei.
Freud und Leid bei zwei HSV-Profis: Patson Daka (27) und Zakaria El Ouahdi (24) starteten am Freitagabend mit ihren Nationalteams in die Afrika-Cup-Qualifikation – mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Daka stand für Sambia in der Startelf, konnte die 1:3-Niederlage gegen Algerien jedoch nicht verhindern und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. El Ouahdi sah beim 2:0-Erfolg Marokkos über Gabun keine Einsatzzeit.
Auch Otto Stange (19) war im Einsatz: Beim 1:0-Sieg der deutschen U20 gegen Frankreich stand der HSV-Nachwuchsspieler in der Startelf.
Der HSV trauert um Vereinslegende und ehemaligen Kapitän Peter „Eiche“ Nogly, der am 24. September im Alter von 79 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstarb.
Der Klub gab dies am Freitag bekannt. „Die HSV-Familie verliert eine herausragende Persönlichkeit und Leitfigur. Nogly war ein absoluter Publikumsliebling und einer der besten Verteidiger, die jemals das Trikot mit Raute getragen haben“, würdigten die Rothosen den Verstorbenen.
Nogly war elf Jahre Profi beim HSV und bestritt insgesamt 634 Spiele für die Liga-Mannschaft, darunter 414 Pflichtspiele, davon 320 in der Bundesliga. Mit dem Verein gewann er 1976 den DFB-Pokal, 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1979 die deutsche Meisterschaft.
Die HSV-Verantwortlichen werden am Donnerstagabend die Nations-League-Partie zwischen Norwegen und Dänemark mit gemischten Gefühlen verfolgt haben. Stolz auf die zwei eingesetzten Spieler dürfte überwiegen, doch gab es auch einen Wermutstropfen.
Der 3:2-Sieg Norwegens endete für David Möller Wolfe (24) und Dänemarks Albert Grønbæk (25) nicht glücklich. Wolfe wurde erst in der 66. Minute eingewechselt, erhielt kurz vor Spielende nach einem taktischen Foul die Gelb-Rote Karte und fehlt somit am Sonntag gegen Portugal.
Grønbæk kam erst in der 82. Minute aufs Feld, verletzte sich jedoch am Oberschenkel. Nationaltrainer Brian Riemer (48) bestätigte die Verletzung und kündigte an, dass der 25-Jährige vorzeitig zurück nach Hamburg reisen werde.
Torhüter Sander Tangvik (23) saß bei den Norwegern 90 Minuten auf der Bank.
Warmed Omari (26) verlor mit den Komoren 1:3 gegen Kamerun, konnte aber einen persönlichen Erfolg verbuchen: Im 13. Länderspiel erzielte der HSV-Profi sein erstes Tor.
Ein Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga erzielt der Hamburger SV einen finanziellen Rekord.
Im Geschäftsjahr 2025/26 erwirtschaftete der Verein 182,1 Millionen Euro Umsatz – 44 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert in der Vereinsgeschichte. Damit wurde der Rekord aus der Saison 2008/09 (161,2 Mio. Euro) übertroffen. Auch der Gewinn stieg von 4,4 auf 8,1 Millionen Euro, teilte der Klub am Donnerstag mit.
„Jeder Aufstieg bringt höhere Einnahmen. Entscheidend ist, wie man damit umgeht“, sagt HSV-Vorstand Eric Huwer. Der Verein habe die Mehreinnahmen nicht nur ausgegeben, sondern gezielt in Mannschaft, Nachwuchs und Infrastruktur investiert.
„Danke an alle, die daran arbeiten, den HSV in der Bundesliga zu etablieren und Wachstum ermöglichen“, fügte Huwer hinzu.
Nach dem ersehnten ersten Saisonsieg gegen den 1. FC Köln steht nun eine lange Länderspielpause an. Der HSV muss auf insgesamt acht Profis verzichten, darunter drei, die in direkten Duellen aufeinandertreffen.
Bereits am ersten Nations-League-Spieltag trifft Norwegens Duo Sander Tangvik (23) und David Möller Wolfe (24) auf Dänemarks Albert Grønbæk (25). Das Spiel findet am 24. September um 20:45 Uhr in Oslo statt. Tangvik und Möller Wolfe treffen anschließend noch zweimal auf Portugal (27. September, 4. Oktober) und Wales (1. Oktober). Grønbæk und Dänemark spielen gegen Portugal (1. Oktober) sowie zweimal gegen Wales (27. September, 4. Oktober).
Drei HSV-Spieler sind in der Afrika-Cup-Qualifikation aktiv: Zakaria El Ouahdi (24) mit Marokko gegen Gabun (25. September) und Lesotho (29. September), dazu ein Testspiel gegen Ghana (4. Oktober). Patson Daka (27) mit Sambia gegen Algerien (25. September) und Togo (29. September). Warmed Omari (26) mit den Komoren gegen Kamerun (24. September) und Namibia (29. September), außerdem ein Testspiel gegen Senegal (4. Oktober).
Außerdem wurden Otto Stange (19) und Louis Lemke (16) für den DFB-Nachwuchs nominiert: Stange spielt mit der U20 gegen Frankreich (25. September), Italien (29. September) und England (3. Oktober). Lemke mit der U19 gegen die Ukraine (27. September), Finnland (30. September) und Tschechien (3. Oktober).
Fast hätte Yussuf Poulsen beim Spiel gegen den 1. FC Köln (2:1) den Anpfiff verpasst. Trainer Merlin Polzin hatte den Dänen zur zweiten Halbzeit eingewechselt, doch Poulsen konnte seine Schienbeinschoner nicht finden.
„Ich bin nochmal zurück in die Kabine gerannt. Das war etwas stressig“, erzählte der 32-Jährige nach dem Spiel. Kurz vor Wiederanpfiff wollte er noch einmal suchen, fand aber in der Hektik nichts.
Um dennoch pünktlich auf dem Platz zu sein, lieh er sich Schienbeinschoner von einem Mitspieler. „Am Ende lagen sie aber doch in der Kabine“, gab er zu.
Tabelle 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) spielt in der Relegation um den Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.