HSV-Blog: Lemke füllt die Lücke, VfB-Profi bietet Zahnarztrechnung an
Hamburg – Am Samstag sicherte sich der Hamburger SV mit einem 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart seinen dritten Sieg in Folge in dieser Saison. Dabei verlor der 17-jährige Louis Lemke einen Teil seines Schneidezahns.
Der aufstrebende Nachwuchsspieler kann jedoch schon drei Tage später wieder darüber lachen.
In unserem HSV-Blog findet Ihr alle aktuellen Informationen rund um das Team, mögliche Neuzugänge und weitere Neuigkeiten aus dem Volksparkstadion.
Der vielversprechende Youngster Louis Lemke (17) zahlte den 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Samstag mit einem Zahnverlust. In der 13. Spielminute wurde er bei einer Grätsche unglücklich von einem Stollentritt des Stuttgarters Bilal El Khannouss (22) im Gesicht getroffen.
Dabei brach ihm die Hälfte eines Schneidezahns ab. Doch bereits drei Tage später postete der Teenager ein Vorher-Nachher-Foto mit den Worten: „Ein Zahn halb weg, drei Punkte im Gepäck“ – und konnte darüber wieder lachen. El Khannouss entdeckte den Beitrag und kommentierte scherzhaft: „Sorry, mein Freund.“
Darauf antwortete Lemke: „Kein Problem, Bro, der Zahn kommt zurück.“ Der VfB-Spieler erwiderte daraufhin mit einem lachenden Emoji: „Schick die Rechnung.“
Gemeinsam mit Maik Nöcker (57) analysierte Lena Cassel (32) am Montag das Spiel der Rothosen gegen den VfB Stuttgart.
Während die Expertin einerseits lobende Worte für Cheftrainer Merlin Polzin und das Management des Traditionsvereins fand, übte sie auch Kritik an der Mannschaft. „Das war ein glücklicher Sieg für den HSV“, begann die Sportmoderatorin. Sie ergänzte: „Am Ende entschied erneut ein Sonntagsschuss von Muheim. [...] Insgesamt finde ich, dass das Team kollektiv noch nicht ganz überzeugt.“
Besonderes Augenmerk legte sie auf Torwart Daniel Heuer Fernandes, der am Samstag mit starken Paraden auffiel, sowie auf Yussuf Poulsen. Der Däne habe „unglaublich viel gekämpft“. „Technisch vielleicht nicht der eleganteste Spieler, aber sehr robust und physisch stark“, so Cassel. Ihrer Meinung nach ist Poulsen einer der Hauptgründe für die aktuelle Siegesserie des HSV.
Frische Verstärkung aus dem Norden? Laut einem Bericht von „ontheminute“ zeigt der Hamburger SV Interesse an Gianni Stensness (27) vom norwegischen Meister Viking Stavanger.
Der Australier spielt seit 2025 für den Klub und konnte zuletzt beim spektakulären 3:3 gegen Bayern München glänzen, als er in der zweiten Minute das erste Tor erzielte.
Neben dem HSV beobachtet auch der englische Zweitligist Hull City den Mittelfeldspieler. Beide Vereine möchten Stensness zunächst weiter beobachten.
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Nicolai Remberg sah sich Trainer Merlin Polzin in der Partie gegen den VfB Stuttgart (1:0) zu kurzfristigen Änderungen gezwungen. Da auch Sambi Lokonga wegen muskulärer Probleme fehlte, rückte Bilal Nadir in die Anfangsformation – und nutzte seine Chance eindrucksvoll.
Polzin lobte die Leistung des 22-jährigen Franzosen zufrieden: „Er hat eindrucksvoll gezeigt, warum der HSV so intensiv an ihm interessiert ist. Er kann das Spiel lenken, besitzt eine hohe technische Qualität und eine Balleroberungsmentalität, die im Mittelfeld sehr wertvoll für uns ist“, erklärte der 35-Jährige.
Auch seine Teamkollegen zeigten sich beeindruckt. Yussuf Poulsen beschrieb Nadir als „super Fußballer, der am liebsten am Ball ist. Seine Einstellung in den Zweikämpfen und sein Einsatz bis zur letzten Minute sind genau das, was wir brauchen!“
Ein besonders erfreulicher Erfolg: Am Sonntag gewann die U19 des HSV ihr Stadtderby gegen den FC St. Pauli mit 3:2. Den Siegtreffer erzielte Paul Johansons (17) kurz vor Spielende.
Profi-Coach Merlin Polzin (35) ließ es sich einen Tag nach dem Heimsieg gegen Stuttgart nicht nehmen, die Partie live zu verfolgen.
Beim Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (1:0) erlitt Hamburgs Nachwuchstalent Louis Lemke bei einer Grätsche durch einen unglücklichen Tritt von Bilal El Khannouss (22) einen Zahnverlust.
Trotz des „Unfalls“ trübte dies nicht seine gute Laune. Nach Spielende grinste der Abwehrspieler mit halbem Schneidezahn und sagte: „Ich habe morgen direkt einen Termin beim Zahnarzt, dann ist alles wieder gut. Ich habe keine Schmerzen, also ist alles in Ordnung.“
Am Samstagabend wollte Lemke den Sieg zu Hause feiern. „Ich will noch Fifa spielen“, scherzte er. „Ansonsten steht nichts Besonderes mehr an.“
Der Unparteiische der Partie zwischen dem HSV und dem VfB Stuttgart war Robert Hartmann (47). Der Schiedsrichter leitete bereits 15 Spiele mit Hamburger Beteiligung, davon seit der Bundesliga-Rückkehr des HSV nur eine einzige.
Diese Begegnung hinterlässt jedoch positive Erinnerungen: Im Oktober 2025 feierte der HSV einen 4:0-Heimsieg gegen Mainz 05.
Insgesamt ist die Bilanz der Rothosen unter Hartmann solide: Von 15 Spielen (1. und 2. Bundesliga) gewann der HSV sieben, fünf endeten unentschieden, und nur vier Niederlagen gab es zu verkraften. Die Partie am Wochenende wird Hartmanns 183. Bundesliga-Spiel sein.
Erfreuliche Nachrichten gibt es von Kapitän Nicolai Remberg (26): Nach seinem Kreuzbandriss wurde der HSV-Kapitän erfolgreich operiert, teilte der Verein am Samstag mit.
Auf der Plattform X veröffentlichten die Rothosen ein Foto von „Rambo“ im Krankenhausbett. Mit einem Lächeln und einem Daumen nach oben zeigt der Defensivspieler, dass die langwierige Reha nun beginnt.
Ein echtes Highlight steht bevor! Am 15. November (15 Uhr) trägt der Hamburger SV ein Testspiel gegen den kroatischen Erstligisten Hajduk Split aus – ein besonderes Comeback für Mario Vuskovic (24), der nach vierjähriger Dopingsperre erstmals wieder spielberechtigt ist.
Nicht nur für ihn, sondern für die ganze Familie wird dies ein besonderer Tag: Bruder Luka (19), Urgroßvater, Großvater und Vater Daniel spielten ebenfalls für Hajduk.
Unvergesslich bleibt wohl der Abend für Daniel Elfadli (29). Der vom HSV ausgeliehene Spieler debütierte am Mittwoch in der Champions League. Mit dem Linzer ASK traf er auf den FC Liverpool und verlor in einem spannenden Spiel mit 3:6 (0:3).
„Ich kann es kaum fassen. Es fühlt sich so besonders und surreal an“, sagte Elfadli gegenüber hsv.de. „Das ist pure Freude. Davon träumt man als kleiner Junge, wenn man mit dem Fußball beginnt. Ich habe es mir oft vorgestellt, und jetzt ist es Realität – unfassbar.“
Diese einmaligen Momente teilte der 29-Jährige mit Mutter, Tante und Freunden. „Es war schön, dass sie dabei waren. Dieses Spiel widme ich vor allem meiner Mutter und meinem Bruder, die mich auf meinem langen Weg immer unterstützt haben.“ Vor viereinhalb Jahren spielte Elfadli noch in der Regionalliga.
Ein großer Schritt steht bevor: Mario Vuskovic (24) darf ab dem 16. November wieder Pflichtspiele für den HSV bestreiten. Das erste wäre das Derby gegen Werder Bremen. Allerdings fehlt ihm bislang die Spielpraxis, was sich nun ändern soll.
Wie die kroatische Zeitung „24 sata“ berichtet, könnten die Rothosen ein spektakuläres Testspiel ausrichten. Der HSV befindet sich in Gesprächen mit Hajduk Split, dem Jugendverein von Vuskovic. Die Partie soll während der Länderspielpause Mitte November stattfinden, der Austragungsort ist aber noch offen.
Der Verteidiger wechselte 2021 zunächst auf Leihbasis zum HSV, ein Jahr später sicherten sich die Hamburger die Dienste des kroatischen Talents für 4,2 Millionen Euro fest.
Der HSV startete am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen den VfB Stuttgart. Dabei fehlten Trainer Merlin Polzin (35) zahlreiche Spieler.
Kapitäne Nicolai Remberg (26, Kreuzbandriss), Albert Sambi Lokonga (26) und Mario Vuskovic (24) standen wegen Belastungssteuerung nicht zur Verfügung. Auch Bakery Jatta (28) fehlte mit Adduktorenproblemen.
Die verletzten Albert Grönbaek (25) und Patson Daka (28) absolvierten vor dem Training ihr individuelles Programm.
Positiv war, dass Bilal Nadir (22) und Zakaria El Ouahdi (24) zwar am Mannschaftstraining teilnahmen, aber nach circa 30 Minuten mit Reha-Trainer Sebastian Capel (41) separat weiterarbeiteten.
Der Neuzugang Kofi Amoako (21), der von Dynamo Dresden kam, spielte bisher kaum eine Rolle beim HSV. Bis zum letzten Spieltag stand er noch nicht auf dem Feld. Im Testspiel während der Länderspielpause konnte er sich jedoch empfehlen und erzielte ein Tor gegen den FC Kopenhagen.
Aufgrund seiner Leistungen zeigten erste Vereine Interesse, darunter laut „Bild“ auch Hannover 96, wo Amoako zwischen 2016 und 2019 in der Jugend spielte und sich gut auskennt.
Der vergangene Samstag veränderte jedoch seine Perspektive: Amoako debütierte nicht nur für den HSV, sondern wird wegen des Ausfalls von Kapitän Remberg auch dringend benötigt. Ein Wechsel im Winter scheint damit unwahrscheinlich, vielleicht nutzt der 21-Jährige nun seine Chance, beim HSV durchzustarten.
Ein großer Schock für den Klub! HSV-Kapitän Nicolai Remberg (26) zog sich am Samstag einen Kreuzbandriss zu und fällt für mehrere Monate aus. Nun äußerte sich der zentrale Mittelfeldspieler erstmals persönlich.
„Mir fehlen die Worte. Es ist schwer, die richtigen zu finden“, begann er einen emotionalen Instagram-Post. „Manchmal entscheidet ein falscher Schritt über Erfolg oder Misserfolg. In diesem Fall leider negativ.“
Bisher war Remberg von ernsthaften Verletzungen verschont geblieben. „Das werde ich niemals als selbstverständlich ansehen“, gestand er. Besonders, da er immer an seine Grenzen gegangen sei und dadurch seinen jetzigen Stand erreicht habe.
„Die kommende Zeit wird eine Herausforderung, aber macht euch keine Sorgen: Ich komme stärker zurück“, versprach er. „Unsere Athletik- und Reha-Trainer können sich schon warm anziehen.“
Neben dem Dank für die Unterstützung versicherte Remberg auch, man müsse sich keine Sorgen machen. „Ich habe schon andere Herausforderungen gemeistert, und dieses Comeback wird etwas Persönliches.“
Yussuf Poulsen steht am Samstagnachmittag (15:30 Uhr/Sky) im Startelf-Aufgebot gegen die TSG Hoffenheim. Zusammen mit Fabio Vieira als halber Zehner soll der Stürmer für mehr Offensivdruck sorgen.
Trainer Merlin Polzin, der offensiv auf einige Spieler verzichten muss, bezeichnete die Kombination der beiden als „gute Verbindung“, von der das Team profitieren wird. Gemeinsam verfügen sie über eine hohe Qualität, so Polzin vor Anpfiff im Sky-Interview.
Der HSV begann am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Spiel bei Hoffenheim. Polzin gab anschließend ein Update zur Personalsituation: Rückkehrer Warmed Omari (26), David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) machten einen guten Eindruck und wurden mit Applaus empfangen.
Zakaria El Ouahdi (24/Marokko) wird erst am Mittwoch zurückerwartet, Immanuel Pherai (25/Suriname) sogar erst am Donnerstag.
Ansonsten ist die Lage noch unsicher. „Wir werden im Laufe der Woche sehen, bei wem es reicht“, erklärte Polzin. „Für Albert und Pato kommt das Spiel in Hoffenheim zu früh.“ Zuversichtlich zeigte sich der Coach bei Yussuf Poulsen (32) und Terem Moffi (27).
Mit drei Punkten aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 2:13 ist der HSV äußerst schleppend in die Saison gestartet. Über die Hälfte der Fußballfans in Deutschland rechnet daher mit dem Abstieg der Rothosen.
Laut einer repräsentativen Umfrage von ONE8Y im Auftrag des Tipico Sportdatencenters (1675 Befragte) glauben 53 Prozent nicht an den Klassenerhalt des einstigen Bundesligisten.
Die Fachleute des Sportdatencenters sehen das jedoch gelassener und schätzen die Abstiegswahrscheinlichkeit auf derzeit „nur“ 30 Prozent.
Während der HSV am Sonntag im Test auf Kopenhagen traf, waren vier Spieler parallel für ihre Nationalmannschaften aktiv.
Zakaria El Ouahdi (24) kam für Marokko beim 1:1 gegen Mali zehn Minuten zum Einsatz, Warmed Omari (26) spielte bei der 0:1-Niederlage der Komoren gegen Senegal durch.
David Möller Wolfe (24) absolvierte bei Norwegens 1:2 gegen Portugal ebenfalls die volle Spielzeit, sein Landsmann Sander Tangvik (23) saß 90 Minuten auf der Bank.
Gute Neuigkeiten! HSV-Stürmer Yussuf Poulsen (32) gab nach dem Test gegen Kopenhagen Entwarnung.
„Es war ein Schlag auf die Wade, der zugemacht hat. Es ist ärgerlich, weil ich gern mehr Minuten gespielt hätte. Wir wollten kein Risiko eingehen, damit nichts Schlimmeres passiert. Nächste Woche bin ich wieder einsatzbereit“, erklärte der Däne.
Poulsen wurde bereits nach 20 Minuten ausgewechselt.
Schlechte Nachrichten! Der HSV muss in den kommenden Wochen auf Patson Daka (27) verzichten. Der Angreifer verletzte sich bei der sambischen Nationalmannschaft.
Der Verein gab am Freitag bekannt, dass sich Daka einen Faserriss im linken Oberschenkel zugezogen hat.
Beim 1:3 gegen Algerien wurde er zur Halbzeit ausgewechselt und danach nicht mehr eingesetzt.
Erneute Niederlage für Norwegen! David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) verloren in der Nations League mit 1:2 (1:1) gegen Wales, obwohl sie früh in Führung gingen. Ab der 46. Minute spielten sie zudem in Unterzahl.
Wolfe kehrte nach seiner Sperre aus dem ersten Spiel gegen Dänemark zurück und spielte 75 Minuten, Tangvik saß auf der Bank.
Am Sonntag steht das letzte Spiel der Länderspielperiode gegen Portugal an, die das Hinspiel mit 1:2 verloren hatten.
Dem HSV wird weiterhin Interesse an Oguz Aydin (25) von Fenerbahce Istanbul nachgesagt. Laut dem türkischen Medium „Aksam“ besteht dieses auch weiterhin.
Berichten zufolge beobachteten HSV-Verantwortliche den türkischen Nationalspieler beim Länderspiel gegen Italien. Sollte die weitere Beobachtung positiv verlaufen, könnte der HSV einen Vorstoß wagen.
Aydin, der bisher 14 Mal für die Türkei spielte, pendelt beim Klub zwischen Startelf und Ersatzbank. In dieser Saison kam er sechs Mal zum Einsatz, erzielte ein Tor und gab zwei Vorlagen.
Ein erfolgreicher Tag für ein HSV-Trio! Zakaria El Ouahdi (24), Patson Daka (27) und Warmed Omari (26) gewannen mit ihren Nationalmannschaften in der Qualifikation für den Afrika Cup, auch wenn einer nur auf der Bank saß.
El Ouahdi spielte bei Marokkos 2:0-Sieg in Lesotho durch und stand 90 Minuten auf dem Platz. Ein Testspiel gegen Ghana ist für den 4. Oktober geplant.
Omari absolvierte ebenfalls die gesamte Partie und feierte mit den Komoren einen 1:0-Erfolg über Namibia, wo Ex-HSV-Spieler Collin Benjamin (48) als Trainer tätig ist. Am 4. Oktober wartet noch ein Spiel gegen Senegal.
Für Daka lief es nicht so gut: Er stand im sambischen Kader gegen Togo nicht im Aufgebot, sah aber den 2:0-Sieg. Laut HSV hatte er muskuläre Probleme.
Karriere mit Höhen und Tiefen: Jonas David (26) schrieb als Derby-Torschütze gegen den FC St. Pauli 2023 Geschichte beim HSV, konnte sich jedoch nie dauerhaft durchsetzen.
Nach einer Leihe zu Hansa Rostock verließ er den Volkspark, wechselte nach Österreich zu WSG Tirol und anschließend zum SSV Ulm. Mit den Spatzen stieg er nicht nur aus der dritten Liga ab, sondern zog sich auch einen Kreuzbandriss zu und fiel lange aus. Seit diesem Sommer ist er vereinslos.
Nun zeichnet sich eine neue Perspektive ab: Nach dem Training bei der U21 des HSV ist er aktuell im Probetraining beim Drittliga-Tabellenführer MSV Duisburg, um sich dort für einen Vertrag zu empfehlen.
Ex-HSV-Trainer Markus Gisdol (57), der von September 2016 bis Januar 2018 die Mannschaft leitete, steht vor einer neuen Aufgabe.
Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der 57-Jährige den bulgarischen Rekordmeister ZSKA Sofia übernehmen. Zuletzt trainierte Gisdol von Juli bis Oktober 2025 Kayserispor in der Süper Lig. Sollte er bei ZSKA antreten, trifft er in der Conference League unter anderem auf Trabzonspor mit Trainer Thomas Reis (52) und Star Mohamed Salah (34).
Ein herber Rückschlag für den HSV: Albert Grønbæk (25) fällt wochenlang aus, gab der Verein am Samstag bekannt.
Der 25-Jährige, bislang einer der auffälligsten Spieler des Teams, erlitt beim Nations-League-Spiel gegen Norwegen (2:3) einen Faserriss im rechten Oberschenkel, wie ein MRT des dänischen Verbands ergab.
Die genaue Ausfallzeit ließ der Klub offen, betonte aber, dass Grønbæk aufgrund seiner aktuellen Form nur schwer zu ersetzen sein werde.
Freud und Leid bei HSV-Profis: Patson Daka (27) und Zakaria El Ouahdi (24) starteten am Freitag mit ihren Nationalteams in die Qualifikation für den Afrika Cup – mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Daka stand bei Sambia in der Startelf, konnte die 1:3-Niederlage gegen Algerien jedoch nicht verhindern und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. El Ouahdi erlebte mit Marokko einen 2:0-Sieg gegen Gabun, kam aber nicht zum Einsatz.
Otto Stange (19) war ebenfalls aktiv: Beim 1:0-Erfolg der deutschen U20 gegen Frankreich stand der HSV-Talent in der Startelf.
Der HSV trauert um Vereinslegende und ehemaligen Kapitän Peter „Eiche“ Nogly. Der Verteidiger verstarb am 24. September im Alter von 79 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.
Der Klub teilte die Nachricht am Freitag mit: „Die HSV-Familie verliert eine herausragende Persönlichkeit und Leitfigur. Nogly war ein absoluter Publikumsliebling und einer der besten Verteidiger, die jemals das Trikot mit der Raute getragen haben“, erinnerten die Rothosen.
Nogly war elf Jahre Profi beim HSV und absolvierte insgesamt 634 Einsätze, davon 414 Pflichtspiele, darunter 320 Bundesligaspiele. Mit dem Traditionsverein gewann er 1976 den DFB-Pokal, 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1979 die deutsche Meisterschaft.
Die Verantwortlichen des HSV verfolgten die Nations-League-Partie zwischen Norwegen und Dänemark am Donnerstagabend sicherlich mit gemischten Gefühlen. Stolz über den Einsatz zweier Spieler, doch am Ende gab es einen Wermutstropfen.
Der 3:2-Erfolg der Norweger ging für David Möller Wolfe (24) und Albert Grønbæk (25) nicht ohne Folgen einher. Wolfe wurde kurz vor Spielende nach einem taktischen Foul mit Gelb-Rot vom Platz gestellt und fehlt somit am Sonntag gegen Portugal.
Grønbæk kam erst in der 82. Minute ins Spiel, verletzte sich jedoch am Oberschenkel und wird vorzeitig nach Hamburg zurückkehren, bestätigte Nationaltrainer Brian Riemer (48).
Torhüter Sander Tangvik (23) saß bei Norwegen auf der Bank und kam nicht zum Einsatz.
Warmed Omari (26) musste sich mit den Komoren knapp geschlagen geben, erzielte aber bei der 1:3-Niederlage gegen Kamerun sein erstes Länderspieltor im 13. Einsatz.
Ein Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga verbucht der Hamburger SV einen finanziellen Rekord.
Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte der Verein einen Umsatz von 182,1 Millionen Euro – 44 Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie nie zuvor. Damit wurde der Rekord aus der Saison 2008/09 (161,2 Mio. Euro) übertroffen. Auch der Gewinn stieg von 4,4 auf 8,1 Millionen Euro, teilte der Traditionsclub am Donnerstag mit.
„Jeder Aufstieg bringt höhere Einnahmen. Entscheidend ist, wie man damit umgeht“, erklärte HSV-Vorstand Eric Huwer. Der Verein habe die zusätzlichen Gelder nicht nur ausgegeben, sondern gezielt in die Mannschaft, den Nachwuchs und die Infrastruktur investiert.
„Danke an alle, die mithelfen, den HSV in der Bundesliga zu etablieren und solche Wachstumsschritte ermöglichen“, fügte Huwer hinzu.
Nach dem ersten erlösenden Saisonsieg gegen den 1. FC Köln steht nun die ausgedehnte Länderspielpause an. Der HSV muss auf insgesamt acht Profis verzichten, darunter gibt es drei direkte Duelle.
Am ersten Spieltag der Nations League trifft Norwegens Duo Sander Tangvik (23) und David Möller Wolfe (24) auf Dänemarks Albert Grønbæk (25). Gespielt wird am 24. September um 20:45 Uhr in Oslo. Tangvik und Möller Wolfe spielen danach noch zweimal gegen Portugal (27. September und 4. Oktober) sowie gegen Wales (1. Oktober). Grønbæk und Dänemark treffen auf Portugal (1. Oktober) sowie zweimal auf Wales (27. September und 4. Oktober).
Drei HSV-Spieler treten in der Qualifikation zum Afrika Cup an: Zakaria El Ouahdi (24) und Marokko messen sich mit Gabun (25. September) und Lesotho (29. September) sowie einem Testspiel gegen Ghana (4. Oktober). Patson Daka (27) und Sambia spielen gegen Algerien (25. September) und Togo (29. September). Warmed Omari (26) und die Komoren wollen sich gegen Kamerun (24. September) und Namibia (29. September) behaupten, mit einem weiteren Testspiel gegen Senegal am 4. Oktober.
Außerdem wurden Otto Stange (19) und Louis Lemke (16) für den DFB-Nachwuchs nominiert. Stange tritt mit der U20 gegen Frankreich (25. September), Italien (29. September) und England (3. Oktober) an. Lemke spielt mit der U19 gegen die Ukraine (27. September), Finnland (30. September) und Tschechien (3. Oktober).
Fast zu spät zum Anpfiff kam Yussuf Poulsen beim Spiel gegen den 1. FC Köln (2:1). Trainer Merlin Polzin hatte den Stürmer zur zweiten Halbzeit eingewechselt, doch der Däne fand seine Schienbeinschoner nicht.
„Ich bin nochmal rein und habe gesucht. Das war ein bisschen hektisch“, lachte der 32-Jährige nach dem Spiel. Er wollte kurz vor Wiederanpfiff noch in der Kabine suchen, fand aber in der Eile nichts.
Um rechtzeitig am Mittelkreis zu sein, lieh er sich schließlich Schienbeinschoner von einem Mitspieler. „Am Ende waren sie dann doch in der Kabine“, gestand er lachend.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) erhält die Chance, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.