zurück

Leipziger Kanu Club beeindruckt trotz dreistem Kabeldiebstahl mit Medaillenerfolg und als Veranstalter

Von Lutz Brose

Markkleeberg – Die Freudentränen und Enttäuschungen sind getrocknet, manche Sportbekleidungen jedoch noch feucht: Der Leipziger Kanu Club e.V. (LKC) kann als Gastgeber der Deutschen Meisterschaften im Kanu-Slalom und Kajak-Cross auf eine erfolgreiche Bilanz in puncto Organisation und Medaillenausbeute zurückblicken. Selbst ein dreister Diebstahl von Kabeln vermochte daran nichts zu ändern.

Der Verein hat damit erneut bewiesen, dass er Großveranstaltungen dieser Art mit Bravour bewältigen kann.

Mit der feierlichen Eröffnung einer neuen Startrampe für Kajak-Cross-Events wurde zudem ein starkes Signal für die Zukunft gesetzt. Auch der Wunsch, den Kanupark irgendwann als Schauplatz der Olympischen Spiele zu sehen, lebt weiterhin.

Ob München an Augsburg als Austragungsort für die Slalom- und Cross-Wettbewerbe festhält, steht indes in Frage, da der Fluss Lech dort nicht immer genügend Wasser für die Parcours bereitstellt.

Am letzten Tag der Meisterschaften in Markkleeberg sicherte sich der LKC insgesamt zehn Medaillen, darunter fünf Goldene.

Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.

Große Erleichterung und Freude herrschten bei der Leipzigerin Andrea Herzog (36), die im Canadier-Einer-Finale mit fehlerfreiem Lauf und einem Vorsprung von 7,66 Sekunden überzeugte. Nach einer Phase ohne Spitzenplatzierungen und einer Magen-Darm-Erkrankung kann die zweifache Weltmeisterin ihre Saison nun versöhnlich beenden.

Auch der nächtliche Diebstahl von Netz- und Lautsprecherkabeln am Sonntagmorgen trübte die Stimmung nicht – die Zuschauer bekamen davon nichts mit, da zahlreiche ehrenamtliche Helfer das Problem in einer schnellen und unauffälligen Aktion behoben hatten.