Olympia-Bronzemedaillengewinnerin muss reanimiert werden, behält jedoch ihren Humor: „Hat schon gefragt, ob sie gewonnen hat“
Raleigh (USA) – Nach großer Besorgnis gibt es nun erste Anzeichen für Entspannung. Die US-amerikanische Mittel- und Langstreckenläuferin Jenny Simpson (39) brach am Dienstag bei einer Laufveranstaltung plötzlich zusammen und musste wiederbelebt werden. Mittlerweile hat ihr Arbeitgeber ein Update zu ihrem Gesundheitszustand veröffentlicht und beruhigt die Öffentlichkeit leicht.
„Obwohl Jenny weiterhin medizinisch betreut wird, zeigt sie ermutigende Fortschritte und beweist die Stärke sowie die Widerstandskraft, die sie seit Jahren auszeichnen“, hieß es in einem Instagram-Post von „Fleet Feet“.
Die 39-Jährige ist inzwischen bei dem US-Sportartikelhändler als Leiterin der Laufabteilung tätig. Anfang der Woche war sie als Tempomacherin bei einem Meilenrennen in Raleigh, North Carolina, am Start, als sie plötzlich zusammenbrach, berichtete die „Associated Press“.
Die mehrfache Weltmeisterin über 1500 Meter musste noch am Veranstaltungsort reanimiert werden; dabei kam auch ein automatischer Defibrillator zum Einsatz. Anschließend wurde sie in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert.
Laut Angaben des Unternehmens war Joey Pointer, der Geschäftsführer von „Fleet Feet“, die ganze Zeit an ihrer Seite und verbrachte die Nacht im Krankenhaus, bis ihre Familie am Mittwochmorgen eintreffen konnte.
Trotz der ernsten Lage habe Simpson ihren Humor nicht eingebüßt: „Wie sie nun mal ist, erkundigte sie sich bereits nach ihrer Laufzeit und wollte wissen, ob sie gewonnen hat“, so ihr Arbeitgeber.
Der Veranstalter des Laufevents hatte sich zuvor in einer Stellungnahme bei allen Helfern und Rettungskräften bedankt, die die kritische Situation mit „viel Umsicht, Schnelligkeit und Professionalität“ gemeistert hätten.
Simpson war fast zehn Jahre lang auf internationalem Spitzenniveau aktiv, stellte diverse nordamerikanische Rekorde auf und nahm dreimal an den Olympischen Sommerspielen (2008, 2012, 2016) teil.
Bei den Spielen in Rio de Janeiro gewann sie die Bronzemedaille über 1500 Meter, fünf Jahre zuvor sicherte sie sich über dieselbe Distanz bei den Weltmeisterschaften in Daegu, Südkorea, die Goldmedaille.