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Sexueller Übergriff beim Training am Tag: Leichtathletin erhebt ihre Stimme

Barcelona (Spanien) – Mit bewegenden Worten hat die spanische Mittelstreckenläuferin Laura Rodríguez (26) auf Instagram bekanntgegeben, dass sie kürzlich während eines Trainings am helllichten Tag Opfer eines sexuellen Übergriffs wurde. In einem eindringlichen Appell wandte sie sich nun an ihre Follower.

Zu Beginn schilderte die Athletin, dass sie das seit dem vergangenen Sonntag laufende "Bimbo Global Race 2026" abbrechen musste, da ihr mentaler Zustand nicht mehr mitspielte – und erläuterte anschließend den erschütternden Grund dafür.

„Ich erhebe meine Stimme, weil ich am 12. September beim Training am helllichten Tag Opfer eines sexuellen Übergriffs wurde“, schrieb die 26-Jährige.

„Ich erhebe meine Stimme, weil keine Frau so etwas erleben sollte. Ich erhebe meine Stimme, weil ich lediglich meinem Training nachgegangen bin. Ich erhebe meine Stimme, weil wir uns immer sicher fühlen sollten und keine Angst haben dürfen, alleine unterwegs zu sein“, ergänzte sie.

Über die genauen Umstände des Übergriffs äußerte sich Rodríguez nicht, betonte jedoch, dass es keine Rolle spiele, was sie selbst getan oder welche Kleidung sie getragen habe. „Die Verantwortung liegt ausschließlich bei der Person, die sich entschied, mich zu attackieren“, erklärte die Sportlerin.

Mit ihrem Beitrag wolle sie nicht um Mitgefühl werben, sondern ihr Recht wahrnehmen, ihre Geschichte zu teilen und anderen Betroffenen Mut zu machen. „Ich erhebe meine Stimme für all jene, die schweigend leiden. Ich bin für euch da und ihr könnt auf meine Unterstützung zählen“, versicherte die Spanierin.

Zum Abschluss bedankte sich Laura Rodríguez bei ihrer Familie sowie für die zahlreichen ermutigenden Nachrichten, die sie bereits erhalten hat. Körperlich gehe es ihr trotz der „schrecklichen Umstände“ gut.

Später am Freitag machte Rodríguez zudem auf weitere unangenehme Erfahrungen aufmerksam, mit denen Frauen häufig konfrontiert sind, wenn sie solche Vorfälle öffentlich machen.

In ihrer Instagram-Story zeigte sie neben viel Solidarität auch eine Vielzahl hasserfüllter Kommentare, in denen ihr Nutzer unterstellten, die Geschichte nur zur Selbstdarstellung erfunden oder übertrieben zu haben.