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Lars Bünning bei Dynamo gesichtet: Trainer Stamm „sieht positive Entwicklungen“

Dresden – Am Donnerstag um 15 Uhr fand die Pressekonferenz der SG Dynamo vor dem Auswärtsspiel am Samstag in Braunschweig statt. Plötzlich tauchte Lars Bünning (28) gemeinsam mit Athletik-Trainer Matthias Grahé (57) auf – ganz in Trainingskleidung! Ein wunderbarer Anblick. Beide grüßten freundlich, winkten und joggten anschließend davon.

Rund drei Monate nach seiner Hirnblutung befindet sich Bünning allmählich auf dem Weg zurück in den Alltag. „In kleinen Schritten, aber es ist schön zu beobachten“, erklärt Dynamo-Coach Thomas Stamm (43).

Wie steht es um „Latzo“? „Wir werden keine detaillierten Updates geben“, so der Trainer, der dennoch einige Worte über seinen Schützling verliert.

Bei den Heimspielen ist Bünning mittlerweile wieder dabei und verfolgt seine Teamkollegen von der Pressetribüne aus. Auch sportlich soll es langsam wieder bergauf gehen, auch wenn der Weg noch lang ist.

„Er ist immer mal hier, oft zu Zeiten, wenn die anderen Spieler das Training beendet haben und er erst kommt. Dann trifft man sich beispielsweise in der Kantine und tauscht sich aus. Wenn alle anderen weg sind, können wir uns ganz auf ihn konzentrieren“, berichtet Stamm mit einem Lächeln.

Deutlich sichtbar ist, wie sehr ihn die langsame Rückkehr Bünnings erfreut.

„Das Schöne daran ist, dass man Fortschritte erkennt. Ich glaube, das ist das Wichtigste, dass er Woche für Woche merkt, wie er kleine Schritte nach vorne machen kann. Wo er genau steht, ist vielleicht weniger entscheidend, vielmehr zählen die kontinuierlichen Fortschritte. Insgesamt ist es ein tolles Signal, dass er jetzt schon gemeinsam mit Matze Grahé arbeiten kann.“

Viele hatten nicht mehr mit einer solchen Entwicklung gerechnet. Doch Bünning beweist damit einmal mehr, dass er ein echter Kämpfer ist.

Stamm sucht regelmäßig das Gespräch mit ihm und beobachtet auch genau, wie Bünning und Grahé zum Beispiel im Kraftraum zusammen trainieren.

„Die Einheiten sind sehr intensiv. Ich war auch schon ein- oder zweimal dabei. Das fordert ihn sehr. Wir freuen uns, dass er einerseits wieder Teil unseres Teams ist und andererseits seine kleinen Fortschritte macht.“