Überraschende Entwicklung bei Eintracht-Stürmer Wahi: Ivorer darf doch gegen Deutschland antreten
Frankfurt am Main – Im Fall Elye Wahi gibt es eine unerwartete Wendung! Nachdem dem Angreifer von Eintracht Frankfurt zunächst die Einreise nach Kanada verweigert worden war, steht seinem Einsatz im WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen die deutsche Nationalmannschaft nun nichts mehr im Weg.
Wie der ivorische Fußballverband mitteilte, wurden dem Stürmer, der die Rückrunde als Leihspieler bei OGC Nizza verbrachte, inzwischen alle erforderlichen Reisedokumente offiziell genehmigt.
Dem Verband zufolge wird Wahi bald nach Kanada reisen und wie geplant an der weiteren Weltmeisterschaft teilnehmen. Die Verantwortlichen äußerten ihre Erleichterung über die Klärung der Situation und dankten allen Beteiligten, die zur Lösung beigetragen haben.
Auf der anderen Seite des Atlantiks könnten dem Angreifer jedoch weiterhin Schwierigkeiten drohen. Nach Angaben von „The Athletic“, die sich auf nicht namentlich genannte Insider stützen, läuft gegen Wahi in Frankreich derzeit noch ein Ermittlungsverfahren.
Der Vorwurf lautet, dass sich Wahi beim Ligaspiel gegen den FC Metz am 17. Mai absichtlich eine Gelbe Karte eingehandelt habe. Während der Partie habe die französische Liga FLP nach eigenen Angaben verdächtige Wettaktivitäten festgestellt.
Unter anderem wurde darauf gewettet, dass Wahi in der Begegnung gegen Metz verwarnt wird. Der Verband spricht von einem „außergewöhnlich hohen Wettvolumen“ im Zusammenhang mit der Gelben Karte des ivorischen Stürmers.
Dem Bericht zufolge sei Wahi zwei Wochen vor Beginn der WM festgenommen worden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte die vorübergehende Inhaftierung eines „23-jährigen Profifußballers aus der Ligue 1“.
Diese Maßnahme erfolgte am 29. Mai im Rahmen eines Verfahrens wegen „Verdachts auf organisierten Betrug, Sportkorruption, Hehlerei sowie Geldwäsche“. Bei einer Verurteilung könnte dem Spieler eine erhebliche Strafe drohen.
Der Polizeiangabe zufolge, die betonte, dass Wahi nicht zum französischen WM-Kader gehöre, wurde der Sportler nach seiner Befragung wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Untersuchungen werden fortgesetzt.
Eine offizielle Anklage gegen Wahi, der bei Eintracht Frankfurt noch einen Vertrag bis Sommer 2030 besitzt und auf der Verkaufsliste von Sportvorstand Markus Krösche (45) sowie Trainer Adi Hütter (56) weit oben stehen soll, wurde bisher nicht erhoben. Die FIFA hat sich auf Anfrage des US-Sportmagazins bislang nicht zu dem Fall geäußert.
Erstmeldung: 8.36 Uhr, zuletzt aktualisiert: 21.51 Uhr