Große persönliche Opfer für die Liebe: Finanzielle Sorgen belasten Ski-Star nach Trennung vom Verband
Innsbruck (Österreich) – Alles für die Liebe! Die österreichische Skirennläuferin Franziska Gritsch (29) und ihr Trainer Florian Stengg (37) gehören aufgrund ihrer Beziehung mittlerweile nicht mehr dem ÖSV an. Das Paar geht stattdessen eigene Wege, was jedoch mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden ist.
Vor drei Jahren machten die Tirolerin und der Technikcoach ihre Liebe öffentlich – was ihnen vom Verband umgehend übelgenommen wurde.
Der ÖSV betrachtete die Situation als untragbar und entließ zunächst Stengg, woraufhin Gritsch aus freien Stücken ihren Rücktritt erklärte.
Seither ist die immerhin fünftbeste Riesenslalom-Fahrerin Österreichs darauf angewiesen, ihr Training komplett selbst zu organisieren und auch sämtliche Kosten selbst zu tragen – wie beispielsweise im Sommer während ihres dreiwöchigen Trainingslagers in Neuseeland.
"Ich habe alles aus eigener Tasche bezahlt – die Flüge, alles", erklärte sie vor dem Saisonstart in Sölden im Interview mit „Heute“. "Die finanzielle Lage ist schwierig."
Zum Glück kann Gritsch auf ihre verlässlichen Sponsoren zählen, die ihr das Leben als unabhängige Athletin deutlich erleichtern.
Dennoch trifft es die 29-Jährige natürlich mehr als ihre Teamkolleginnen, wenn teure Trainingseinheiten wegen schlechten Wetters kurzfristig ausfallen.
"Man sollte nicht zu viel darüber grübeln. Sonst darfst du auch nicht mehr tanken – da bekommst du beim Blick auf die Rechnung auch das große Grinsen", meinte die gebürtige Innsbruckerin scherzhaft.
Trotz allem bereut die Sportlerin ihren Schritt weg vom Verband und hin zur Liebe keineswegs.
"Ich habe mich bewusst für diesen Weg entschieden und stehe dazu – ich bin mit mir im Reinen", versicherte Gritsch.
Ihr Ziel ist es, endlich ganz nach oben zu kommen. Obwohl sie im vergangenen Winter einige Top-30-Platzierungen erreichte, schaffte sie den Sprung unter die besten Fahrerinnen noch nicht.
Um das zu ändern, hat die vielseitige Athletin für die kommende Saison ihr Material gewechselt und sich von Ausrüster Blizzard verabschiedet. Künftig wird sie von Atomic ausgestattet.