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Scharfe Kritik einer deutschen Spitzensportlerin: „Habt ihr eine Ahnung, wie viele Menschen dadurch ihre Arbeit und Existenz verlieren?“

Kniebis – Die Nordische Kombination, eine der ältesten und traditionsreichsten Wintersportarten, wird bei den Olympischen Spielen 2030 nicht mehr vertreten sein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) begründete die Streichung Anfang Juli mit zu geringen Einschaltquoten, mangelnder Vielfalt auf dem Siegerpodest und fehlender Entwicklung bei den Frauen. Die deutsche Spitzenathletin Nathalie Armbruster (20) kann bis heute kaum fassen, dass die gesamte Disziplin gestrichen wurde, statt die Frauen in den Wettkampf einzubeziehen.

„Selbst nach mehr als zwei Wochen bin ich noch immer sprachlos und finde kaum die passenden Worte“, äußerte die Gesamtsiegerin des Weltcups 2025 auf Instagram.

Am 7. Juli wurde deutlich, dass es immer seltener um den Sport selbst geht, sondern vielmehr um finanzielle Interessen und Kommerz. Die Entscheidung, die Nordische Kombination nach einem Jahrhundert aus dem olympischen Programm zu nehmen, macht sie „unglaublich sprachlos, traurig und zugleich wütend“.

Armbruster, die lange Zeit eine der Hauptsprecherinnen für die Aufnahme der Frauen in die Olympischen Spiele war, schilderte den Werdegang der Sportart in den letzten Jahren und betonte: „Die Leistungen der Athletinnen und Athleten verdienen definitiv einen Platz bei Olympia.“

Doch darum gehe es offenbar nicht mehr. Statt auf olympische Werte wie Höchstleistung, Respekt und Fairness zu setzen, stünden nur noch Einschaltquoten im Vordergrund.

„Können Sie sich vorstellen, welche Folgen Ihre Entscheidung hat?“, richtete die Badenerin ihre Kritik direkt an das IOC. Trotz der Kommerzialisierung sei Olympia weiterhin das Fundament jeder Förderung.

In deutlichen Worten klagte Armbruster: „Wissen Sie, wie viele Träume von Kindern und Jugendlichen Sie mit diesem Beschluss zerstören, wie viele Trainer, Techniker und Betreuer dadurch möglicherweise ihren Job und ihre Existenz verlieren, wie viele Lebenswerke dadurch zunichtegemacht werden und wie viele Athleten früher oder später gezwungen sind, ihre Leidenschaft aufzugeben?“

Bereits einige Sportler haben aufgrund der IOC-Entscheidung angekündigt, zum Skispringen zu wechseln, um ihren Traum von Olympia weiterhin zu verfolgen. Armbruster selbst plant das zumindest vorerst nicht.

„Solange ich kann, werde ich nicht aufhören, zu zeigen, wie einzigartig, anspruchsvoll, spannend und attraktiv die Nordische Kombination ist“, schrieb die 20-Jährige.

Abschließend bedankte sie sich herzlich bei ihren Unterstützern und Sponsoren: „Danke, dass ihr es mir derzeit ermöglicht, meiner Leidenschaft nachzugehen und mich für Gerechtigkeit einzusetzen.“