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Jürgens Klopps erster DFB-Kader: Bundestrainer erläutert seine größte Überraschung Mika Baur

Frankfurt am Main – Viel hilft viel! Am heutigen Donnerstag hat Jürgen Klopp seinen ersten Kader als neuer Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft bekanntgegeben. Insgesamt berief der 59-Jährige stolze 44 Spieler, verteilt auf zwei vollständige Teams.

Erstmals während einer laufenden Bundesligasaison erstreckt sich die Länderspielpause über etwa drei Wochen, in denen gleich vier Nations-League-Spiele in der Gruppe A anstehen – gegen die Niederlande (24. September), Griechenland (27. September und 4. Oktober) sowie Serbien (1. Oktober).

Im Folgenden halten wir Euch über den ersten DFB-Kader unter Klopp auf dem Laufenden.

10:54 Uhr: Über die Freiburger Spieler Philipp Treu, Max Rosenfelder und Yannik Engelhardt sagte Klopp: „Mentalität ist nicht käuflich, aber entwickelbar. Die Freiburger bringen diese Einstellung bereits mit“, so der Bundestrainer. Rosenfelder habe zuletzt weniger Spielzeit erhalten, sei aber ein außergewöhnliches Talent. Treu zeichne sich dadurch aus, dass er konstant die gesamte Außenbahn hoch und runterläuft, egal unter welchen Umständen. Engelhardt wiederum „räumt auf“ auf dem Platz.

10:50 Uhr: Klopp plant, innerhalb der jeweiligen Spielblöcke nicht alle elf Positionen komplett zu verändern, sondern den Kader ähnlich wie einen Europa-League-Rhythmus im Verein zu rotieren. Dabei soll niemand die Pause einfach nur „durchschleppen“, betonte er.

10:49 Uhr: Das Gespräch mit Florian Wirtz sei „sehr angenehm“ verlaufen. Der Spieler bringe ohnehin die nötige Bereitschaft mit, was auch seine Statistiken bei Liverpool zeigen. Man müsse sich von der Idee verabschieden, nur einzelne Aktionen herauszuheben oder bestimmte Spieler isoliert zu bewerten.

10:46 Uhr: Besonders glücklich über die Nominierung war offenbar Bambasé Conté. „Ich habe am Telefon nur ‚Jürgen Klopp‘ gesagt, und er hat zwei Minuten lang gelacht“, verriet Klopp. Auch Hennes Behrens vom FC Augsburg habe sich über die Berufung sehr gefreut.

10:44 Uhr: Spieler, die nicht berücksichtigt wurden, wie Oliver Baumann und Deniz Undav, hätten die Entscheidung sportlich akzeptiert, erklärte Klopp. Die Türen seien nicht dauerhaft verschlossen – alle hätten in Zukunft die Möglichkeit, zurückzukehren.

10:40 Uhr: Über den nominierten Bayern-Talent Lennart Karl sagte Klopp, er sei „ein echtes Kraftpaket“ und „auf eine positive Weise sehr selbstbewusst“. Tom Bischof bringe darüber hinaus „viele Eigenschaften mit, die weltweit nicht viele besitzen“. Außerdem sei er ein „ganz feiner Kerl“. Den ersten Spielblock werde Bischof noch bei der U21 absolvieren, im zweiten stößt er dann zum A-Kader dazu. Das sei auch mit Bayern-Trainer Kompany abgesprochen.

10:37 Uhr: Eine Manndeckung, wie sie bei einigen Teams wieder zum Einsatz kommt, spielt für Klopp keine Rolle. Die Raumdeckung hat ihn über seine Karriere hinweg geprägt, und auch in England setzen Spitzenmannschaften weiterhin auf dieses System. Grundsätzlich sei für ihn „jeder für die Defensive verantwortlich“.

10:34 Uhr: Klopp bestätigte, dass es im Vorfeld eine Liste mit 57 Spielern gab, die er gemeinsam mit seinen Assistenten durchgegangen ist. Dabei habe ihm die Arbeit „sehr viel Spaß“ gemacht.

10:32 Uhr: Die nahende Nations League sei zwar wichtig, doch Klopp wolle vor allem, dass die Mannschaft allmählich zusammenwachse. Dafür seien Schritte notwendig. Einen Kader zu benennen, der sofort das nächste Turnier bestreiten könne, hätte für ihn keinen Sinn ergeben. Stattdessen habe er „alle Türen geöffnet“. Er habe gesagt, dass jeder mit deutschem Pass sich bemühen solle. Spieler, die im Pressing besser arbeiten als zuvor, seien ihm besonders aufgefallen.

10:29 Uhr: Über seinen Vorgänger sagte Klopp: „Julian war ein Guter. Ich arbeite seit 25 Jahren im Fußball, damals war Julian erst 13. Ich hatte gute Duelle gegen Hoffenheim, bei denen Julian überragend war.“

10:26 Uhr: Zur Erwartungshaltung äußerte sich der gebürtige Stuttgarter so: „Ich erwarte sofort mehr.“ Langfristig solle der Austausch auch in den Pausen rege bleiben.

10:24 Uhr: Die größte Überraschung im Klopps Kader ist wohl der gerade zu Celtic Glasgow gewechselte Mika Baur. Der Bundestrainer erklärte die Berufung so: „Er hat zu mir gesagt: ‚Ich war nicht mal Stammspieler in der U21.‘ Da antwortete ich: ‚Glück gehabt, ich bin kein Verbandstrainer und der Meinung, dass nicht jeder alle Stufen durchlaufen muss.‘“ Der Mittelfeldakteur verfüge über hervorragende Passqualitäten und kreative Ideen, die gut in sein Liverpool-Team gepasst hätten. Zudem liebe es der 59-Jährige, solche mutigen Entscheidungen zu treffen.

10:22 Uhr: Leaks zum Kader vor der offiziellen Bekanntgabe sind Klopp grundsätzlich egal, allerdings empfindet er es „traurig, dass manche damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen“, so der Trainer.

10:21 Uhr: „Wir wollen Druck aufbauen. Wenn Druck da ist, fällt es leichter, sich zu fokussieren“, betonte Klopp.

10:16 Uhr: Politisch wurde es ebenfalls, obwohl Klopp diese Themen eigentlich vermeiden möchte: „Ich will uns die Fahne zurückholen, sodass niemand, der sie schwingt, denkt: Was ist hier los? Ich hatte für mich den Gedanken, Nationalstolz nicht den falschen Leuten zu überlassen. Ich nenne das positiven Patriotismus. Ich finde, wir haben ein wunderbares Land. Und bei der Kaderzusammenstellung habe ich nicht auf das geschaut, was wir nicht haben, sondern auf die guten Spieler, die wir besitzen“, erklärte Klopp.

10:14 Uhr: Zu Joshua Kimmich meinte Klopp: „Ein Spieler mit seiner Erfahrung und seinem Alter muss vorangehen.“ Er erwarte, dass Kimmich sein Potenzial und seine Qualität aufbieten werde. Welche Position kommt für ihn infrage? „Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler“, erläuterte der Bundestrainer.

10:12 Uhr: Der erfahrene Torwart zeige bei Ajax wieder starke Leistungen. Ob er weiterhin die Nummer eins bleibt, hänge davon ab, so Klopp. „Ein Länderspiel garantiert nicht, dass man auch das nächste bekommt. Auch hundert Länderspiele sichern nicht automatisch das 101.“, sagte Klopp.

10:11 Uhr: Anschließend beantwortete Klopp die Frage nach der Nummer eins im Tor und nominierte Marc-André ter Stegen.

10:10 Uhr: Es gibt einige Überschneidungen bei den zwei Kadern, vier Profis sollen die gesamte Pause über dabei bleiben.

10:06 Uhr: Der neue Bundestrainer sieht in seinen Spielern „viel Potenzial“. Nach der WM seien ihm in der Analyse „sehr viele Talente“ aufgefallen, von denen er einige bewusst nicht nominierte, da sie bei der U21 bleiben werden. Der Austausch mit Spielern und Vereinen sei „hervorragend“ verlaufen.

10:04 Uhr: Klopp reagiert auf die ungewöhnlich lange Pause mit vier Länderspielen während der Bundesligasaison und will möglichst viele Eindrücke sammeln. Deshalb die Entscheidung, zwei Kader zu berufen. Ein Großteil des ersten Teams wird nach den ersten beiden Spielen Ende September wieder abreisen.

10:01 Uhr: Insgesamt nominiert Klopp 44 Spieler aufgeteilt in zwei verschiedene Mannschaften!

10:00 Uhr: Die Zusammenstellung des Kaders habe Klopp „viel Freude bereitet“, sagte er. Er habe einen anderen Ansatz gewählt und sogar eine „echte Überraschung“ parat.

9:59 Uhr: Der neue Bundestrainer betrat die Bühne zur Pressekonferenz!

In wenigen Minuten wird Jürgen Klopp seinen ersten DFB-Kader vorstellen.

Nach übereinstimmenden Berichten könnten bis zu 40 Spieler vom neuen Bundestrainer nominiert werden, während einige bisherige Stammkräfte fehlen könnten – darunter unter anderem Leroy Sané, Deniz Undav, Oliver Baumann, Angelo Stiller und Jamie Leweling.

Spannend wird auch, wie Klopp die ersten vier Länderspiele plant, welche Rolle Kapitän Joshua Kimmich unter ihm spielen wird und wer das Tor hüten darf.

Eine weitere Überraschung im Kader könnte Bambasé Conté aus Hoffenheim sein. Der offensive Mittelfeldspieler war vergangene Saison an die SV Elversberg ausgeliehen und hat in dieser Spielzeit bei der TSG bereits in vier Einsätzen drei Vorlagen gegeben.

Bereits gestern sickerten Infos durch, dass Deniz Undav (30) nicht zum ersten Aufgebot von Klopp gehören soll, was einige Fans erstaunt haben dürfte. Das ist jedoch keine grundsätzliche Ausbootung des Stürmers vom VfB Stuttgart, sondern soll ihm ermöglichen, die Länderspielpause zu nutzen, um „fitness- und leistungsmäßig wieder auf 100 Prozent zu kommen“, wie Klopp dem 30-Jährigen laut Bild in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt haben soll.

In letzter Zeit plagten den Offensivspieler Achillessehnenprobleme, wodurch er in der Bundesliga noch nicht richtig in Fahrt gekommen ist.

Auch Innenverteidiger Max Rosenfelder (23) vom SC Freiburg und Linksverteidiger Hennes Behrens (21) vom FC Augsburg sollen laut Bild dem ersten DFB-Kader unter Klopp angehören.

Diese Nominierung wäre besonders bei Rosenfelder überraschend, da er in dieser Saison nur gegen Werder Bremen und in zwei Conference-League-Qualifikationsspielen gegen Motherwell zum Einsatz kam. Bei den Partien gegen Paderborn und Gladbach saß er hingegen auf der Bank.

Behrens ist beim FC Augsburg auf der linken Seite gesetzt und hat in vier Saisonspielen eine Vorlage gegeben. Der gebürtige Frankfurter stammt aus der Jugend von Hoffenheim und wechselte nach einer Leihe zu Heidenheim diesen Sommer für 3,5 Millionen Euro fest nach Augsburg. Für beide wäre es die erste Berufung in die Nationalmannschaft.

Auch der Stuttgarter Finn Jeltsch (20) soll laut Bild erstmals im DFB-Kader stehen. Der Abwehrspieler trug im vergangenen Jahr maßgeblich zum Champions-League-Einzug seines Vereins bei.

Außerdem nominierte Klopp offenbar mit Maximilian Mittelstädt (29), Josha Vagnoman (25) und Chris Führich drei weitere Spieler aus Stuttgart.

Laut Sky und ran holt der neue Bundestrainer Jürgen Klopp (59) den Innenverteidiger Yann Bisseck (25) zurück in den DFB-Kader.

Der Abwehrspieler, der in der italienischen Serie A für Inter Mailand aktiv ist, hatte im März 2026 unter Julian Nagelsmann (39) sein Debüt für Deutschland gegeben, wurde danach aber nicht mehr berücksichtigt. Klopp will den Stammspieler der „Neoazzurri“ nun genauer beobachten.

Bisseck ist 1,96 Meter groß, stammt aus Köln und wurde dort ausgebildet. Über Stationen wie Holstein Kiel, Portugal und Dänemark kam er im Sommer 2023 nach Mailand, wo er mittlerweile eine wichtige Rolle einnimmt.

Für Fans und wohl auch für ihn selbst dürfte es enttäuschend sein: Offenbar gehört Deniz Undav vom VfB Stuttgart nicht zum ersten DFB-Kader von Jürgen Klopp. Nach Informationen von Sky erhielt der Stürmer keine Einladung und wurde bereits persönlich vom Bundestrainer informiert.

Undav hatte die Fans bei der WM mit drei Jokertoren in der Vorrunde begeistert. In Bundesliga und DFB-Pokal wartet er bisher noch auf seinen ersten Treffer, bereitete aber bereits vier Tore vor.

Im Sturm bevorzugt Klopp Gerüchten zufolge die Angreifer Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt von Eintracht Frankfurt.

Wie die Bild am Dienstagabend berichtete, steht Felix Keidel (23) vom SV Elversberg in Klopps großem Kader. Der Rechtsfuß feierte in dieser Saison sein Bundesliga-Debüt, nachdem er noch vor etwas mehr als einem Jahr in der 3. Liga spielte.

Auch Younes Ebnoutalib (23, Eintracht Frankfurt) und Finn Dahmen (28, FC Augsburg) sollen laut der Zeitung zum Aufgebot gehören.

Der erste Name des Kaders ist wohl schon durchgesickert: Wie der „kicker“ meldete, wird Said El Mala (20) von Jürgen Klopp nominiert.

Das offensive Talent des 1. FC Köln könnte somit sein Debüt in der A-Nationalmannschaft feiern. Zwar wurde El Mala bereits im November 2025 von Nagelsmann berufen, zum Einsatz kam er damals aber nicht.

Niclas Füllkrug (33) scheint dem Kader jedoch nicht anzugehören.

„Bei uns hat sich noch niemand gemeldet, deshalb haben wir uns auch keine Gedanken über eine mögliche Nominierung gemacht“, sagte Bremens Lizenzbereichsleiter Peter Niemeyer (42) der Bild.

Füllkrug startete nach seiner Rückkehr zu Werder mit drei Treffern in vier Pflichtspielen stark in die Saison. Sein Trainer Daniel Thioune (52) hoffte bei seiner Verpflichtung, dass sich „Fülle“ wieder für „größere Aufgaben“ empfehlen kann. Sein letztes Länderspiel bestritt er im Juni 2025.

In Klopps erstem Kader dürften einige Überraschungen stecken, doch ein verdienter Profi wird voraussichtlich fehlen.

Wie die Bild berichtet, verzichtet Klopp auf Oliver Baumann (36). Der Hoffenheimer Torwart war unter Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann (39) zeitweise Nummer eins, wurde kurz vor der WM jedoch noch zugunsten von Manuel Neuer (40) zurückgestuft.

In Klopps Überlegungen spielt Baumann offenbar keine Rolle mehr. Stattdessen favorisiert der 59-Jährige Marc-André ter Stegen (34), Jonas Urbig (23), Alex Nübel (29) und sogar Finn Dahmen (28) vom FC Augsburg.