zurück

FC Erzgebirge Aue: „Shubis“ Aufgaben für Abwehr und Angriff

Aue – „Ich war von Anfang an überzeugt, dass die Jungs hier gut hineinpassen. Nun gilt es, sie weiterzuentwickeln“, beschreibt Khvicha Shubitidze (51) die wesentliche Rolle eines Trainers: Er fördert seine Spieler, formt sie und lässt sie wachsen.

Auf dem Papier zählt Erzgebirge Aue zu den erfahreneren Teams in der Regionalliga Nordost, mit einem Altersdurchschnitt von 25 Jahren. Doch die Details sind entscheidend.

Martin Männel (38), Simon Skarlatidis (35) und Marcel Bär (34) heben den Schnitt deutlich an. Ohne diese drei erfahrenen Akteure liegt der Altersdurchschnitt des Kaders bei etwa 23 Jahren. Beim vergangenen Spieltag kam die Startformation auf ein Durchschnittsalter von 25,4 Jahren (Quelle: Transfermarkt.de), während der kommende Gegner Chemnitz mit 27,5 Jahren etwas älter war.

Ähnlich verhält es sich mit der Erfahrung. In der Regionalliga Nordost haben Bastian Strietzel (165 Einsätze), Patrick Kapp (124) und Nils Lihsek (88) die meisten Spiele absolviert. Was Einsätze in höheren Ligen betrifft, stechen Männel (332 Spiele in der 2. Liga und 266 in der 3. Liga), Bär (275 Einsätze in der 3. Liga) sowie Skarlatidis (239 Spiele in der 3. Liga) hervor.

Das bedeutet: Der Großteil des Teams muss sich erst noch beweisen, was auch mal mit Rückschlägen verbunden sein kann. „Shubi“ erlaubt seinen Spielern Fehler, um daraus zu lernen.

„Fehler gehören nun mal zum Fußball dazu. Ich glaube, keine Mannschaft ist komplett fehlerfrei. Wir arbeiten daran, die Fehlerquote zu reduzieren. Aktuell lassen wir pro Halbzeit zwei klare Chancen zu, während wir selbst sieben, acht oder neun kreieren. Wenn es uns gelingt, dieses Verhältnis noch besser zu gestalten, bin ich zuversichtlich, dass uns die kommenden Tage, Wochen und Monate viel Freude bereiten werden“, erklärt der 51-Jährige.

Den neutralen Beobachtern macht das Zuschauen jetzt schon Spaß, denn in jedem Spiel fielen bislang viele Tore. Aue erzielte stets mindestens zwei Treffer, insgesamt zehn Tore, kassierte aber auch schon sechs Gegentore.

Nun steht das Bezirksderby gegen den Club an. „Wir müssen darauf achten, noch weniger Gegentore zuzulassen. Jede Großchance gegen uns ist problematisch. Vor dem Tor könnten wir vielleicht noch entschlossener auftreten. Das sind die zwei zentralen Aufgaben für unsere Defensive und Offensive“, analysiert der Veilchen-Coach. Er ist sich bewusst, dass dieses Duell gegen den zweitplatzierten Erzrivalen hinter Zwickau nicht nur für die Anhänger ein Highlight ist, sondern auch tabellarisch ein echtes Spitzenspiel zwischen dem Zweiten und Dritten darstellt.

Shubitidze: „Wir nehmen die Herausforderung mit voller Energie an!“

Tabelle Regionalliga Nordost

In dieser Saison steigt der Meister der Regionalliga Nordost direkt in die 3. Liga auf.