Deutsche EM-Hoffnung: Karl Bebendorf verfolgt in England ein klares Ziel
Dresden – Vor wenigen Tagen veröffentlichte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) die Nominierungen für die Europameisterschaften in Birmingham, die vom 10. bis 16. August stattfinden. Dabei durfte Karl Bebendorf (30) natürlich nicht fehlen.
Der 3000-Meter-Hindernisläufer vom Dresdner SC wurde zwar erst nach Ablauf der internationalen Nominierungsfrist für die kontinentalen Titelkämpfe in Großbritannien berufen, doch hob der DLV ihn als einen der deutschen Leistungsträger hervor.
Seine Form bewies der 30-Jährige erst kürzlich bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid. Trotz müder Beine nach einem Höhenlehrgang in der Schweiz und einem Sturz während des Rennens reichten 8:21,01 Minuten für den Sieg.
„Natürlich hatte ich mir den Erfolg gewünscht und gehofft, dass es so ausgeht. Allerdings habe ich mich an dem Wochenende nicht besonders fit gefühlt“, blickt der Dresdner zurück. „Am Ende habe ich es dennoch mit viel Willenskraft und mentaler Stärke geschafft, den Sieg zu erringen.“
Diese mentale Stärke spiegelt die Entwicklung wider, die der DSC-Athlet in den letzten Jahren auf der Bahn durchlaufen hat. Kontinuierliches Training, ein professionelles Umfeld und die Akzeptanz von Rückschlägen als Teil des sportlichen Werdegangs haben ihn zu einem der besten Hindernisläufer Europas gemacht.
„Mein gesamtes Leben dreht sich mittlerweile um den Sport. Langfristig wird sich das auszahlen“, erklärt Bebendorf.
„Ich möchte diese Leistung bis zum Saisonende aufrechterhalten, vielleicht sogar noch steigern und dann hoffentlich mit einem sehr erfolgreichen Jahr 2026 in die wohlverdiente Saisonpause gehen.“
Der EM-Dritte von Rom 2024 hat in Birmingham ein klares Ziel vor Augen: „Einfach erneut eine Medaille zu gewinnen. Mein Anspruch geht sogar noch weiter – ich möchte auf keinen Fall ohne Edelmetall zurückkehren.“