Entscheidung zur Kapitänsfrage: So gestaltet sich die Zukunft von Robin Koch bei Eintracht Frankfurt
Von Ulrike John
Frankfurt am Main – Nach der 0:6-Pleite der Frankfurter bei RB Leipzig stand besonders ein Spieler in der Kritik: Robin Koch (30). Wie Trainer Adi Hütter (56) künftig mit dem Abwehrchef verfährt, erläutert er nun.
Adi Hütter setzt bei Eintracht Frankfurt weiterhin auf seinen vermeintlichen Sündenbock Robin Koch. „Er wird am Freitag erneut auflaufen und auch weiterhin die Kapitänsbinde tragen. Für mich steht das außer Frage und ist keine Diskussion wert“, erklärte der 56-jährige Österreicher vor dem Heimspiel der Hessen in der Fußball-Bundesliga (Freitag, 20.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln.
Beim 0:6 in Leipzig hatte Hütter Koch beim Stand von 0:4 zur Halbzeit ausgewechselt und ihn im Nachgang scharf kritisiert: „Von einem Kapitän und Führungsspieler erwarte ich einfach eine ganz andere Leistung. Wenn du in der Verteidigung führst und dann 16 Gegentore kassierst, muss ich irgendwann ein Zeichen setzen.“ Die Auswechslung wertete er als eine Art Befreiung für Koch.
„Letztlich zählt immer die Leistung. Ich erwarte von meinem Führungsspieler eine entsprechende Performance, das ist Robin auch bewusst“, so Hütter nun.
Der Trainer betonte, dass er mehrfach mit dem routinierten Profi nach dem Debakel in Leipzig gesprochen habe und dieser seine Fehler eingesehen habe. „Mir ist sehr wichtig zu sagen: Robin Koch ist nicht der Hauptverantwortliche. Natürlich hätte ich auch andere Spieler auswechseln können“, ergänzte der Eintracht-Coach.
Koch selbst entschuldigte sich später öffentlich: „Wir haben uns selbst und unsere Fans enttäuscht. Das tut uns unglaublich leid, denn wir wissen, wie viel Eintracht für sie bedeutet und wie stark sie uns Woche für Woche unterstützen“, erklärte der 30-Jährige gegenüber dem „Kicker“.
Bundesliga-Tabelle im Überblick
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Spitzenreiter am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.