Kanu-Star Tom Liebscher-Lucz sichert sich achtes WM-Gold, Nele gewinnt Bronze
Poznan (Polen) – Bereits 2013 feierte Tom Liebscher-Lucz in Duisburg seinen ersten Weltmeistertitel. Dreizehn Jahre später ist der Dresdner nach wie vor hungrig auf Erfolge und sicherte sich am Freitag in Poznan seine achte Goldmedaille bei einer WM.
Im deutschen Flaggschiff, gemeinsam mit Max Lemke, Max Rendschmidt und Jacob Schopf, setzte er über die 500 Meter erneut seine ganze Erfahrung und Kraft ein. Der Start des Vierer-Teams verlief perfekt. Die Olympiasieger von 2021 und 2024 übernahmen sofort die Führung im Rennen.
Die Angriffe der ungarischen Konkurrenz blieben erfolglos. Etwa 200 Meter vor der Ziellinie gab Lemke das Signal für den Endspurt. Das deutsche Boot zog kraftvoll davon und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
„Ein starkes Rennen“, lobte Jens Kühn, Toms langjähriger Trainer. Er verfolgte das Rennen gemeinsam mit Liebschers Eltern und Tochter Zoey von der Tribüne aus gespannt. Beim Überqueren der Ziellinie klopfte Liebscher-Lucz erleichtert mit der rechten Hand aufs Boot.
„In den letzten zwei Jahren hat sich viel angestaut“, erklärte der 33-Jährige diese Geste. Vor dem Rennen war er überzeugt, dass der Sieg möglich ist: „Die Bedingungen mit Gegenwind lagen uns – und es hat einfach riesigen Spaß gemacht.“
Für Nele Reinwardt reichte es nicht ganz zum Triumph. Die Dresdnerin gewann mit dem Damen-Vierer Bronze. Nur wenige Zentimeter fehlten zum zweiten Platz, der an die spanischen Weltmeisterinnen von 2025 ging. „Schade, aber wir haben alles gegeben und am Ende steht eine Medaille“, zeigte sich die 19-Jährige zufrieden. „Ein gelungener Abschluss der WM.“
Zumindest für sie – denn Liebscher-Lucz kämpft am Sonntag noch im Einer über 500 Meter um eine weitere Medaille. Sein Trainingspartner aus Dresden, Tobias Hammer, ist am Samstag über die doppelte Distanz im Einsatz.