Trainer zieht Vergleich zwischen Woltemade und „Friesenpferd“: „Mag es, gestreichelt und geritten zu werden“
Turin (Italien) – Nick Woltemade (24) gibt bei Juventus Turin, einem der Spitzenvereine Italiens, sein Bestes, um seine Karriere, die zuletzt etwas ins Stocken geraten war, wieder anzukurbeln. Die Zügel dafür hält allerdings Trainer Luciano Spalletti (67), der seinem neuen Stürmer eine ungewöhnliche Analogie verpasste.
„Ich besitze ein Friesenpferd, und Nick erinnert mich sehr an dieses“, erklärte der erfahrene Coach im Vorfeld des Debüts des gebürtigen Bremers am Sonntagabend im Spiel gegen Milan im Interview mit „Tuttosport“.
„Er ist ein beeindruckendes Exemplar, wirkt durch seine körperliche Präsenz beinahe einschüchternd, zeigt aber zugleich eine sanfte Seite und lässt sich gerne streicheln und reiten“, erläuterte der Italiener weiter.
Doch Spalletti kehrte schnell wieder zum Fußball zurück: Seiner Meinung nach verbindet Woltemade seine imposante Statur mit hervorragenden technischen Fähigkeiten am Ball.
„Ein Spieler mit einer Größe von zwei Metern ist womöglich hauptsächlich im Strafraum ein guter Torschütze, hat aber häufig Schwierigkeiten, im Team mitzuspielen. Nick vereint jedoch beides, verfügt über eine großartige Qualität und ist zudem stets gut gelaunt, wenn er auf dem Platz steht“, lobte der Übungsleiter der Bianconeri.
Beim 1:1-Unentschieden im Derby d’Italia gegen Milan wurde der zwölffache DFB-Nationalspieler dennoch nur als Einwechselspieler eingesetzt.
Ob sich das in naher Zukunft ändern wird, ist ungewiss, denn „Big Nick“ ist nicht der einzige Neuzugang im Sturm der Alten Dame. In der vergangenen Transferperiode verpflichtete Juventus außerdem den ehemaligen Frankfurter Randal Kolo Muani (27) von PSG als Verstärkung für das Angriffszentrum.
Und der Franzose scheint derzeit klar die bessere Position innezuhaben: „Ich bin auf diesen Zug aufgesprungen – ich setze voll auf Kolo Muani und bleibe bis Saisonende dabei. Am Ende der Saison werden wir sehen, wo dieser Zug angekommen ist“, erklärte Spalletti laut SID nach dem Schlusspfiff.
Das klingt wenig danach, dass der deutsche Nationalspieler in nächster Zeit mehr Einsatzminuten erhalten wird, obwohl er gegen die Rossoneri den Freistoß vor dem späten Ausgleichstor von Federico Gatti (28, 90.+2) herausholte.