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Handy weg, Friseur tabu: Jürgen Klopp verschärft die Regeln bei der DFB-Auswahl

Herzogenaurach – Jürgen Klopp bereitet sich derzeit mit dem ersten Teil seines erweiterten Kaders auf sein Debüt als Bundestrainer an diesem Donnerstag (20.45 Uhr) gegen den Erzrivalen Niederlande vor. Unter der Leitung des 59-Jährigen soll bereits ein frischer Wind durch die deutsche Nationalmannschaft wehen.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat der gebürtige Stuttgarter gleich zu Beginn neue Verhaltensrichtlinien für seine DFB-Spieler eingeführt.

Eine dieser Regeln betrifft das gemeinsame Abendessen. Während unter Vorgänger Julian Nagelsmann (39) die Spieler noch zwischen 19 und 20 Uhr nach und nach zum Essen erschienen, müssen sie nun pünktlich und gemeinsam erscheinen. Mit dieser Maßnahme möchte "Kloppo" den Teamzusammenhalt stärken und die Kommunikation unter den Spielern fördern.

Ähnliches gilt an Spieltagen beim Aufwärmen: Handys sollen beispielsweise im Fitnessraum bleiben. Zwar gibt es im Trainingszentrum kein generelles Handyverbot, doch vor Partien sollen die Spieler lieber miteinander sprechen, statt auf ihre Bildschirme zu schauen.

Außerdem müssen die Profis ihre Friseurbesuche künftig selbstständig und außerhalb des Teamhotels oder Mannschaftsquartiers organisieren. Ein Friseurbesuch vor Ort ist unter dem neuen Bundestrainer ausdrücklich untersagt.

Auch zu Besuchen von Familienmitgliedern während der WM im Sommer hat Klopp offenbar klare Vorstellungen.

Der ehemalige Liverpool-Trainer möchte zwar kein generelles Verbot aussprechen, erwartet aber, dass die Besuche in Grenzen gehalten werden.

Trotz der offenbar strengeren Regeln kommt Klopp bei seinen neuen Spielern sehr gut an.

"Ey, das ist ein super Typ, mit dem arbeite ich gerne zusammen", sagte zum Beispiel der Freiburger Philipp Treu (25) während einer Pressekonferenz am Dienstag über den 59-Jährigen.

Allerdings herrscht noch Unklarheit darüber, wie man Klopp als Spieler ansprechen soll: "Bisher habe ich ihn Coach oder Trainer genannt, aber ich muss die anderen Jungs vielleicht noch fragen", erklärte Treu.

Auch Eintracht-Stürmer Younes Ebnoutalib (23) zeigte sich unsicher: "Am Telefon habe ich ihn Jürgen genannt, und auch wenn ich ihm schreibe, schreibe ich Jürgen, aber ich werde mal die anderen Spieler fragen."