Klopp sorgt mit Aussagen zur Stürmer-Debatte für Aufmerksamkeit: „Wir sind ja nicht naiv“
München – Beim Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern München und Arsenal FC war ein ganz besonderer Gast anwesend: Jürgen Klopp (59). Doch nicht nur seine Präsenz, sondern vor allem seine Kommentare zur aktuellen Stürmer-Frage rund um Nicolò Tresoldi (22) und einen möglichen Rückkehrer sorgten für Gesprächsstoff.
„Das ist ein ganz normales Thema. Ich finde es absolut in Ordnung, dass die Jungs darüber nachdenken“, erklärte Klopp während der Halbzeitpause der Champions-League-Partie bei DAZN zur noch ausstehenden Entscheidung des deutsch-italienischen Talents, für welche Nationalmannschaft er künftig auflaufen möchte.
Gleichzeitig betonte er jedoch: „Ich finde, und das beziehe ich nicht nur auf Tresoldi, dass wir niemandem hinterherlaufen müssen.“
Dass dennoch ein solches Vorgehen beim Stürmer des FC Brügge, der zuletzt mit einem Dreierpack gegen Inter Mailand in der Champions League auf sich aufmerksam machte, womöglich notwendig sein könnte, sieht auch Klopp ein.
„Wir haben mit Tresoldi gesprochen, genauso wie es Mancini getan hat“, versicherte der ehemalige Liverpool-Trainer und machte deutlich, dass sowohl er als auch Italiens Nationalcoach Roberto Mancini (61) im Gespräch mit dem jungen Spieler stehen, der seine Entscheidung im Sommer 2027 treffen will.
Was er ebenfalls deutlich machte: „Jemanden überreden, für Deutschland zu spielen, das wäre nicht der richtige Weg. Aber so eine Situation haben wir aktuell auch nicht.“
Und: „Natürlich beobachten wir, was in Brügge und Bremen passiert. Wir sind ja nicht naiv.“
Auch die sechs Tore des derzeit besten Bundesliga-Torjägers sind Klopp nicht entgangen.
„Niclas Füllkrug trifft in der Bundesliga Tor um Tor, aber er ist 33 Jahre alt. Dafür kann ich nichts.“
Denn: „Wir denken an die Gegenwart, die mittelfristige und die langfristige Zukunft. Gegenwärtig kann das so funktionieren, mittelfristig ebenfalls. Langfristig müssen wir sehen.“
Klar ist: Der Bundestrainer plant bereits mit Blick auf die EM 2028 – dann wäre Füllkrug 35 Jahre alt. Klopp fügte hinzu: „Lionel Messi hat mit 39 oder 40 noch bei einer WM gespielt. Das ist also durchaus möglich.“
Unabhängig davon, ob der Rückkehrer aus Bremen nochmals ins DFB-Team berufen wird, steht die Tür für ihn offen.
„Ich freue mich zunächst, dass Niclas zurück ist und so spielt, wie er es tut“, betonte Klopp. „Er hatte körperliche Probleme, wirkt jetzt aber frischer als je zuvor. Deshalb ist alles in bester Ordnung.“
Seine Pläne für die nahen nächsten Schritte und die anstehenden Nations-League-Partien Mitte November legte er ebenfalls dar: „Am Ende müssen wir uns entscheiden, wie wir spielen wollen. Sobald das klar ist, schauen wir, wer dazu passt.“