Ehemaliger DFB-Präsident offenbart: Klopp sollte bereits 2022 Bundestrainer werden
Frankfurt am Main – Nach dem enttäuschenden Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale gegen Paraguay steht Julian Nagelsmann (38) als Bundestrainer offenbar vor dem Aus. Als Favorit für seine Nachfolge gilt der beliebte Übungsleiter Jürgen Klopp (59). Wie nun bekannt wurde, war geplant, dass der Stuttgarter bereits im Jahr 2022 das Amt des Bundestrainers übernimmt.
Diese Information stammt von Reinhard Grindel (64), dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes. Gegenüber dem Münchner Merkur berichtete er, dass bereits im Jahr 2019 Versuche unternommen wurden, Klopp für diese Position zu gewinnen.
„Klopp wusste darüber Bescheid, da ihm Vertreter des DFB im Frühjahr 2019 in Liverpool entsprechende Pläne erläuterten“, erklärte Grindel. Warum es letztlich nicht dazu kam, beantwortete er so: „Nach meinem Rücktritt wurden diese Ideen offenbar nicht weiterverfolgt.“
Bereits damals rankten sich immer wieder Spekulationen um eine mögliche Übernahme des Bundestrainerpostens durch Klopp. Letztendlich blieb er jedoch bis zum Sommer 2024 Trainer beim FC Liverpool, bevor ihm der Niederländer Arne Slot (47) nachfolgte.
Grindel trat im April 2019 zurück, Bundestrainer Jogi Löw (66) führte die Mannschaft bis November 2021, ehe Hansi Flick (61) das Amt übernahm. Flick wurde Ende September 2023 nach einer kurzen Übergangsphase von Julian Nagelsmann abgelöst.
Nun deutet sich auch das Ende von Nagelsmanns fast dreijähriger Amtszeit an. In den nächsten Tagen plant die DFB-Führung Gespräche mit ihm.
Jürgen Klopp, der als Experte für Magenta TV weiterhin vor Ort bei der WM im Einsatz ist, gilt als Top-Kandidat, um Nagelsmann nachzufolgen.
Derzeit ist Klopp noch bei Red Bull als „Head of Global Soccer“ tätig. Aus seinem Umfeld hieß es jedoch, dass er bereit wäre, das Amt zu übernehmen, sollte der DFB auf ihn zukommen.
Klopp gilt als charismatischer Leader mit großem fußballerischem Know-how, dessen Erfolge bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool für sich sprechen.
Wann genau der DFB mit der Evaluierung beginnen wird, ist noch nicht bekannt. Präsident Bernd Neuendorf (64) verriet lediglich, dass das Gespräch vor seinem 65. Geburtstag am kommenden Sonntag stattfinden soll.