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Jürgen Klopp erklärt die Entlassung von Werner bei RB Leipzig im Live-Interview

Von Claas Hennig

Leipzig/Dallas – Nach der Trennung von Ole Werner (38) als Trainer bei RB Leipzig äußerte sich nun Jürgen Klopp (59) zu diesem Schritt: Der erfahrene Coach hält die Entscheidung für gerechtfertigt, äußerte sich jedoch nicht zu möglichen Nachfolgern.

„Ole hat eine großartige Arbeit geleistet. Wir haben uns für die Champions League qualifiziert. Dennoch müssen wir gleichzeitig nach vorne blicken“, erklärte der 59-Jährige im MagentaTV-Livestream, kurz vor dem WM-Spiel zwischen England und Kroatien in Dallas.

„Wir haben dann gemeinsam überlegt, wie die bevorstehende Belastung aussehen könnte. Daraufhin fiel in Leipzig die Entscheidung für einen Wechsel“, ergänzte Klopp.

Der ehemalige Spitzencoach ist inzwischen Global Sports Director bei Red Bull Soccer und begleitet die WM in den USA, Mexiko und Kanada zudem als Experte für den Streamingdienst MagentaTV.

„Als Teil des Global-Teams sind wir beratend tätig und waren an der Entscheidungsfindung beteiligt. Wir haben die Saison im Detail ausgewertet“, so Klopp weiter.

Nur wenige Stunden zuvor hatte RB Leipzig offiziell bekanntgegeben, sich nach nur einem Jahr von Werner zu trennen. Der vorherige Trainer von SV Werder Bremen und Holstein Kiel hatte die Mannschaft aus Sachsen auf einen dritten Platz in der Bundesliga und damit in die Champions League geführt.

Obwohl Werner bei Leipzig noch bis 2027 unter Vertrag steht, soll der neue Coach bald vorgestellt werden. Auch die Co-Trainer Tom Cichon und Patrick Kohlmann werden ihren Posten verlieren.

Als möglicher Nachfolger wird laut mehreren Medienberichten der Argentinier Martín Demichelis gehandelt. Der 45-jährige Ex-Verteidiger von Bayern München war zuletzt Trainer bei RCD Mallorca. Klopp wollte dazu keinen Kommentar abgeben: „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen. Alle Informationen kommen von Leipzig.“

Insbesondere Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff (50) sowie die globale Fußball-Abteilung um Klopp und Ex-Nationalspieler Mario Gomez (40) sollen mit Werner unzufrieden gewesen sein. Das von Werner eingeführte neue Spielkonzept konnte dort nicht überzeugen, außerdem habe RB zur Champions-League-Qualifikation wohl zu viel Glück gehabt, wie aus Kreisen des Vereins zu hören ist.