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Nachwuchstalente bei Hertha BSC überzeugen im Trainingslager

Kitzbühel – Der erste Neuzugang bei Hertha BSC lässt weiterhin auf sich warten. Für Begeisterung sorgen dagegen im Trainingslager in Kitzbühel vor allem die jungen Spieler aus dem Nachwuchsbereich.

„Wir haben versprochen, den Berliner Weg nicht nur zu verkünden, sondern auch auf dem Spielfeld sichtbar zu machen“, erklärte Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich (59) zum Trainingsbeginn Ende Juni. Das spiegelt sich besonders im noch nicht komplett zusammengestellten Kader wider: Ganze acht Talente wurden für die Reise nach Tirol mitgenommen und bereichern das Team ungemein.

„Die Jungs machen richtig viel Freude, sind voll bei der Sache. Unser Teamgeist ist einfach großartig“, lobt Cheftrainer Stefan Leitl (48) seine jungen Spieler.

Neben den vier bereits bekannten Eigengewächsen Soufian Gouram (20), Selim Telib (20), Niklas Hildebrandt (18) und Jelani Ndi (18) befinden sich auch Kian Todorovic (19), Linksverteidiger Mayson Grothe (17), Abwehrspieler Jerome Diallo (17) sowie Torwart Burak Özkanli (19) mit im Trainingslager in Österreich.

Darüber hinaus ist auch Boris Mamuzah Lum (18), ein weiteres vielversprechendes Talent, mit dabei. Ihm werden die besten Chancen auf eine feste Position im Team eingeräumt. Im letzten Jahr hatte der junge Kennet Eichhorn (16) noch etwas Pech, doch nun könnte Lum als Sechser durchstarten – auch wenn sein Trainer ihn noch etwas bremsen will.

„Bobo ist ein Spieler, der immer auf Einsatz drängt, was grundsätzlich positiv ist“, sagte Leitl nach dem Testspiel gegen Mamelodi Sundowns. Der Mittelfeldspieler stand vor knapp zwei Wochen mit der deutschen U19-Nationalmannschaft im EM-Finale in Wales, obwohl er sich im April am Knie verletzt hatte. Bereits drei Tage nach der Verletzung war er wieder beim Training in Berlin.

„Ich denke, wir müssen ihn immer wieder begleiten und offen mit ihm über die Belastung sprechen, denn vor der Europameisterschaft hatte er eine schwere Verletzung“, betont Leitl, der auf eine kontrollierte Belastungssteuerung achtet.

Im Test gegen die Südafrikaner konnte der 19-Jährige durchaus überzeugen: „Man hat heute seine Stärken gesehen, etwa seine Ballgewinne und seine gute Defensivarbeit. Nun gilt es, seine Spielkontinuität auf diesem Niveau weiterzuentwickeln – da muss er sich definitiv noch steigern.“

Auch die anderen Talente könnten in der 2. Bundesliga Spielzeit erhalten. Gouram zeigt eine solide Vorbereitung und ist vielseitig einsetzbar – als Zehner, Achter oder Sechser. Telib erhielt nach dem Spiel gegen Sundowns ebenfalls Lob vom Trainer. Diallo überzeugte trotz seiner gerade mal 17 Jahre mit Ruhe und Souveränität, während Ndi zwar diesmal unauffällig blieb, aber mit seinen Dribblings und seiner Leichtigkeit dem Team helfen kann.

Die Hertha-Jugend bereitet einfach Freude. „Die Jungs sind präsent und machen ihre Sache wirklich gut. Jetzt wird man sehen, wie sich die kommenden Tage entwickeln“, so Leitl. „Das alles ist Vorbereitung – ohne Druck zu spielen. Wenn es dann Richtung Bochum geht, beginnt die heiße Phase, und man wird sehen, wie sie darauf reagieren.“