Gewalttätiger Übergriff auf deutschen Judo-Olympioniken in Leipzig: Täter für Bundesliga gesperrt
Leipzig – Nach einer brutalen Attacke des georgischen Judokämpfers Akaki Japaridze auf den deutschen Athleten Timo Cavelius (29), bei der dieser so schwer verletzt wurde, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, hat die Judo-Bundesliga Konsequenzen gezogen und den 24-jährigen Japaridze für immer vom Wettbewerb ausgeschlossen.
Wie der Deutsche Judo-Bund e.V. (DJB) am Dienstagmorgen bekannt gab, ist es Japaridze künftig untersagt, für einen Verein in der Judo-Bundesliga des DJB anzutreten oder dort registriert zu werden.
Der Georgier war Anfang September als Gastkämpfer für den JC Leipzig aktiv. Nach dem regulären Duell griff er jedoch unvermittelt Timo Cavelius vom TSV Abensberg an.
Durch den Angriff erlitt Cavelius zwei Brüche im Unterkiefer und musste in einem Leipziger Krankenhaus operiert werden. Aufgrund der Verletzungen wird er die WM im Oktober verpassen.
Auch für den JC Leipzig hat die Situation Folgen. Das ursprünglich von Japaridze gewonnene Hinspiel wurde rückwirkend als Niederlage gewertet, wodurch der Mannschaftskampf letztlich mit 7:7 endete.
Der Leipziger Verein, der den Kampf zunächst für sich entscheiden konnte, büßt somit einen Punkt in der Judo-Bundesliga Männer Süd ein und fällt in der Tabelle um einen Rang zurück.
Der JC Leipzig verurteilte die Gewaltaktion unmittelbar nach dem Vorfall und veröffentlichte auf Instagram eine öffentliche Entschuldigung mit den Worten: „In unserem Sport ist für Gewalt kein Platz.“
Neben der Bundesligaleitung beschäftigt sich auch der Rechtsausschuss des DJB mit dem Vorfall. Zudem laufen weiterhin Verfahren beim georgischen Judoverband, der Internationalen Judo-Föderation (IJF) sowie ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren in Deutschland gegen Japaridze.
Einige Tage nach dem Vorfall äußerte sich Akaki Japaridze auf sozialen Medien und versuchte, seinen Angriff zu relativieren. Er führte „aggressives Verhalten des Gegners“ sowie „verbale Beleidigungen und Gesten“ als Auslöser an, die für ihn als Georgier und Mann nicht akzeptabel gewesen seien.