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Neuer Vertrag bei Hertha BSC – und vielleicht bald die Kapitänsbinde? „Das wäre für mich eine große Ehre“

Berlin – Obwohl der erste Neuzugang wohl kurz bevorsteht, sorgte bereits vor der offiziellen Bekanntgabe bei den Hertha-Fans für gute Stimmung: Josip Brekalo (28) hat seinen Vertrag bei Hertha BSC bis zum Jahr 2028 verlängert.

Dies ist ein weiteres positives Signal in einer bislang eher herausfordernden Transferphase.

„Das freut mich natürlich sehr. Ich fühle mich seit dem ersten Tag hier wohl und möchte alles dafür tun, dass dieser Verein wieder Erfolg hat und wir unsere Ziele erreichen“, erklärte Brekalo bei einer Medienrunde am Rande des Trainingslagers, bei dem auch TAG24 anwesend war.

Welche Ziele das genau sein werden, bleibt jedoch offen. Hertha, das sich einen strikten Sparkurs auferlegt hat, befindet sich mitten in einem großen Umbruch. Bereits zwölf Spieler haben den Verein verlassen, ein Neuzugang wurde bislang noch nicht vorgestellt. Doch mit Oluwaseun Adewumi (21) soll die erste Verpflichtung bereits fixiert sein.

In der Zwischenzeit könnte Brekalo noch stärker ins Rampenlicht rücken. „Mit meiner Erfahrung und inzwischen zehn Jahren im Ausland, mittlerweile in der elften Saison, denke ich, dass ich den jüngeren Spielern sicherlich helfen und die Mannschaft führen kann.“

Vielleicht sogar als Kapitän. Der Kroate zählt zu den Favoriten für die Binde und zeigt sich vorbereitet: „Das wäre natürlich eine große Ehre für mich, falls es dazu kommt. Der Trainer hat sich noch nicht entschieden, aber ich bin definitiv bereit und werde mehr Verantwortung übernehmen. Das schaffe ich und werde noch engagierter arbeiten“, so der Hertha-Spieler.

Nach seinem Abschied aus der Bundesliga lief seine Karriere zuletzt nicht optimal. Weder in Florenz, bei Hajduk Split in Kroatien, dem türkischen Erstligisten Kasimpasa noch in Spanien konnte der frühere Wolfsburg-Profi dauerhaft Fuß fassen. Bei Hertha hingegen fühlt er sich wohl. Seit seinem Wechsel im Winter hat Brekalo voll überzeugt – zunächst als Flügelspieler, später auch als Spielmacher. „Ich kenne Hertha sehr gut und wusste deshalb, dass dieser Schritt für mich der richtige war.“

Ursprünglich gingen viele davon aus, dass der 28-Jährige auch in der kommenden Saison eher hinter den Spitzen eingesetzt wird. Doch in der Vorbereitung zeigte er sich vor allem auf der linken Außenbahn, der Position, auf der sonst Fabian Reese (28) agierte. Dort fühlt er sich auch am wohlsten.

„Der Trainer hat erkannt, dass ich dank meiner fußballerischen Fähigkeiten auch die Rolle im offensiven Mittelfeld (Zehner) übernehmen kann. Das kann ich sehr gut spielen, meine bevorzugte Position ist jedoch definitiv der Flügel. Trotzdem werde ich alle benötigten Positionen besetzen.“

Was sein Leben in Berlin zusätzlich bereichert: Sein jüngerer Bruder Filip Brekalo (23) wird künftig für Herthas U23 auflaufen. „Das ist für mich eine besondere Situation. Ich kenne ihn mein ganzes Leben und weiß, welches Potenzial in ihm steckt. Leider wurde er durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Wenn er gesund bleibt und sein Potenzial abruft, hat er gute Chancen, noch einiges zu erreichen.“