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PSG lockte mit einem Spitzengehalt: So knapp stand Kimmich vor dem Abschied von Bayern

München – Die neue Dokumentation „Kapitän Kimmich“ aus dem „sportstudio“ gewährt seltene Einblicke in das Leben von DFB-Kapitän Joshua Kimmich (31). Darin spricht der Bayern-Profi ungewohnt offen über seine Laufbahn und offenbart, wie nahe er einst einem Vereinswechsel war.

Im Sommer 2024 befand sich Kimmich bei den Bayern an einem entscheidenden Punkt. Sein Vertrag lief nur noch für ein Jahr, die Zukunft des Mittelfeldspielers war ungewiss. Diese Ausgangslage zog auch das Interesse anderer Top-Klubs auf sich – vor allem Paris Saint-Germain, das intensiv um den Nationalspieler warb.

Zu diesem Zeitpunkt fühlte sich Kimmich vom FC Bayern „nicht so unterstützt, wie man es sich wünschen oder erhoffen würde“. Laut eigenen Angaben machte der Verein ihm deutlich, dass man einem Wechsel grundsätzlich nicht im Weg stehen würde.

„Ich hatte das Gefühl, dass die Bayern sehr offen dafür sind, mich abzugeben. Das fördert keine stärkere Bindung zwischen Verein und Spieler“, erläuterte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft.

In einem persönlichen Gespräch zeigte ihm Sportvorstand Max Eberl zudem klar auf: „Wenn du weg möchtest, bist du zum Verkauf freigegeben, dann ist das möglich.“

Das Angebot, das PSG dem damals 29-Jährigen unterbreitete, war ebenfalls äußerst verlockend: „Finanziell war das enorm. Wirklich. Sehr, sehr hoch, muss ich sagen. Trotzdem wollte ich das nicht zum ausschlaggebenden Faktor machen.“

Ein Interview aus dem Jahr 2024 verdeutlicht Kimmichs damalige Zweifel am FC Bayern nochmals. Darin sagte er: „Stand jetzt wüsste ich nicht, was passieren müsste, damit ich verlängere.“

Zu diesem Zeitpunkt konnte sich Kimmich kaum vorstellen, beim Rekordmeister zu bleiben, sondern rechnete eigentlich mit einem Abschied: „Selbst wenn wir 30 Spiele in Folge gewinnen, das finanzielle Angebot unglaublich gut ist und der Verein voll hinter mir steht – ich möchte es nicht hundertprozentig ausschließen, aber zu 95 Prozent sehe ich keine Verlängerung.“

Auch seine Ehefrau Lina reiste damals schon heimlich nach Paris, um sich Schulen und Wohnungen anzuschauen. Kimmich selbst tauschte sich zu der Zeit mit dem Trainer von PSG über den möglichen Wechsel aus.

Nachdem ein Wechsel im Sommer 2024 bereits nicht zustande kam, blieb das Interesse von PSG bestehen und der Klub unternahm wenige Monate später offenbar einen neuen Versuch.

Doch auch der zweite Anlauf scheiterte – Kimmich entschied sich letztlich für den FC Bayern und unterschrieb einen neuen Vertrag bis 2029.