Klopp in Mainz im Stadion: Könnte bei Eintracht-Stürmer Burkardt schon diese Woche das Telefon klingeln?
Frankfurt am Main – Der Auswärtserfolg beim 1. FSV Mainz 05 hatte große Bedeutung – sowohl für die gesamte Eintracht Frankfurt als Mannschaft, für Trainer Adi Hütter (56) als auch für Jonathan Burkardt (26). Besonders bemerkenswert war, dass der Bundestrainer persönlich im Stadion anwesend war.
Vor den Augen von Jürgen Klopp (59), der sich das Rhein-Main-Duell in der Mewa Arena ansah, präsentierte sich der Angreifer auf dem Mainzer Rasen in starker Form. Burkardt bereitete zunächst das 1:0 vor und traf noch vor der Pause selbst, ganz im Stil eines klassischen Mittelstürmers.
„Das fühlt sich richtig gut an“, sagte der 26-Jährige nach dem Schlusspfiff. „Das war enorm wichtig und eine große mentale Erleichterung.“ Und sicherlich ein zusätzlicher Motivationsschub, den ein Anruf von Klopp noch weiter intensivieren könnte.
Allerdings wollte Burkardt nicht zu weit in die Zukunft blicken. „Ich konzentriere mich darauf, hier meine Leistung zu zeigen“, erklärte der Stürmer. Das sei gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber gelungen. Entscheidend sei vor allem, dass die Mannschaft „in die richtige Richtung“ gehe.
Alles Weitere werde sich dann von selbst ergeben. Dieser „Rest“ könnte eine baldige Rückkehr in die Nationalelf sein. Auf die Frage, ob er darauf hoffe, antwortete Burkardt offen: „Das wäre natürlich klasse. Wer wünscht sich das nicht?“
Auch die Fans dürften gehofft haben, dass der Knoten endlich platzt und das Team nicht erneut wie gegen Union Berlin oder beim Debakel gegen den FC Augsburg zusammenbricht.
Vor dem Spiel in Mainz standen lediglich ein Punkt bei sieben (!) Gegentoren zu Buche. „Wenn du an den ersten zwei Spieltagen zweimal eingebrochen bist, dann weißt du natürlich: ‚Das darf nicht nochmal passieren‘“, unterstrich Burkardt, der erst nach dem erleichternden Schlusspfiff von Klopps Anwesenheit erfahren hatte.
Richtig spannend wurde es nur kurz vor der Halbzeitpause, in der 43. Minute, als Schiedsrichter Felix Zwayer (45) nach einem Foul an Sheraldo Becker (31) auf den Elfmeterpunkt zeigte. Doch Noah Atubolu (24) parierte den Strafstoß der Gastgeber. Wenig später erzielte Burkardt den Treffer – die Nerven hielten bis zum Ende.
„Es hat mich sehr gefreut, dass Jonny in seinem früheren Wohnzimmer ein Tor gemacht hat“, lobte Hütter.
Für den Stürmer wird es nun vor dem nächsten Bundesligaspiel am kommenden Wochenende gegen den SC Freiburg besonders spannend. Am Donnerstag wird Klopp den Kader für die Nations-League-Partien Ende September und Anfang Oktober bekanntgeben – möglicherweise schon mit Burkardt, der nach fünf Einsätzen in der Nationalmannschaft gerne weitere folgen lassen möchte.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Ende der Saison auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Rängen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) erhält die Chance, in der Relegation den Klassenerhalt zu sichern – der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.