Dynamo Dresden: Wie Sterner und Raschl im kommenden Jahr unterstützen können
Dresden – Dieses Bild gibt es nun schon zum dritten Mal, doch das Foto von gestern dürfte das letzte sein. Zum dritten Mal hat Dynamo Dresden die Rückkehr von Jonas Sterner (24) angekündigt – diesmal jedoch nicht mehr als Leihgabe, sondern als dauerhafte Verpflichtung.
Offiziell bestätigten weder Dynamo noch Hannover 96 die Vertragsdauer, doch es wird von einem Vertrag bis 2029 gesprochen. Sollte das stimmen, wäre das zugleich ein deutliches Zeichen des Vertrauens in den Außenverteidiger. Warum auch nicht? Das Gesamtpaket überzeugt!
Vielleicht war das auch der Grund, weshalb die SGD den Transfer auf Social Media kreativ mit einem Paket ankündigte, auf dessen Aufkleber von einer Rücksendung aus Hannover die Rede war. Eigentlich kein Anlass zur Freude – doch diesen nehmen die Dresdner gern an!
Sterner bestritt nach seiner zweiten Rückkehr im vergangenen Winter 17 Partien in der 2. Bundesliga, in denen er drei Tore vorbereitete, davon zwei nach Eckbällen.
Seine Stärken liegen vor allem bei Standardsituationen und präzisen Flanken, zudem beeindruckt der Rechtsverteidiger mit seiner Schnelligkeit. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 33,89 km/h zählt er zu den schnellsten Spielern bei Schwarz-Gelb.
In den 17 Einsätzen absolvierte er insgesamt 265 Sprints. Auf eine komplette Saison mit 34 Spielen hochgerechnet, würde er unter die Top 20 der 2. Bundesliga kommen.
Trainer Thomas Stamm (43) beschrieb seinen Wunschspieler so: „Jonas Sterner ist jemand, der vor allem durch Zweikampfstärke und Intensität überzeugt.“ Mit ihm gelang zunächst der Aufstieg, anschließend der Klassenerhalt. Und wie sieht es in dieser Saison aus?
Zunächst gilt es für Sterner, sich gegen den weiteren neuen Rechtsverteidiger Simon Straudi (27) durchzusetzen. Das Wichtigste hat er bereits im Winter verdeutlicht: „Es fühlt sich ein wenig an, wie nach Hause kommen.“
Tobias Raschl (26) wurde einst beim 1. FC Kaiserslautern als „Versprechen für die Zukunft“ gehandelt. Seit 2023 hat der zentrale Mittelfeldspieler jedoch einige Rückschläge erlebt, die er wohl am liebsten vergessen möchte. Bei Schwarz-Gelb will er nun einen Neuanfang wagen.
Im Winter 2026 wechselte der 26-Jährige vom Betzenberg zu Preußen Münster. Beim FCK hatte Raschl in der Hinrunde lediglich 75 Minuten Einsatzzeit (ein Tor), bei den Münsteranern kam er in der Rückrunde nur auf 234 Minuten.
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Ausgerechnet im dritten Spiel für Münster, ausgerechnet gegen seinen früheren Club Kaiserslautern, zog sich der gebürtige Düsseldorfer eine Knöchelverletzung zu. Während er nach etwa einem Monat wieder fit war, hatte Trainer Alexander Ende (46) den Verein bereits verlassen, und sein Nachfolger Alois Schwartz (59) verfolgte andere Pläne.
Immerhin blieb Raschl durch seine Blessur von der vernichtenden 0:6-Niederlage der Preußen im Rudolf-Harbig-Stadion verschont – ein Spiel voller Ekstase und Leidenschaft von den Rängen. In der kommenden Saison möchte und soll er selbst für solche Momente sorgen.
Obwohl bei der Verpflichtung von Nicolai Rapp bereits kommuniziert wurde, dass der ehemalige Karlsruher die Nachfolge des zu Hamburg gewechselten Kofi Amoako antreten soll, ist es gut möglich, dass Raschl diese Rolle übernimmt und Rapp in die Viererkette rückt.
Denn laut Dynamo-Pressemitteilung hat sich Raschl „durch seine Ausdauer und Flexibilität über viele Jahre in der 2. Bundesliga einen Namen gemacht“.
„Tobi ist ein sehr vielseitiger und laufstarker Mittelfeldspieler, der verantwortungsvoll verteidigt und sicher im Ballbesitz agiert. Das macht ihn in unserem Mittelfeldzentrum zu einem variablen Kombinationsspieler“, hieß es bei seiner Verpflichtung im Februar in Münster, wo sein Vertrag auslief. Beim FCK lobte man besonders seine „Passsicherheit“ und seine „kreativen Momente“.