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Zunächst kritisiert, dann gefeiert: So erklärt Dynamo-Torschütze Jonas Sterner seine Leistungssteigerung

Dresden – Mit einem breiten Lächeln schildert Dynamo Dresdens Rechtsverteidiger Jonas Sterner (24) den Siegtreffer zum 1:0 gegen den SV Darmstadt: „Das lief ein bisschen wie im Autopilot ab. Ich bin gelaufen, plötzlich stand ich da, und dann, ja, war der Ball im Tor.“ Besonders bemerkenswert, da er beim 0:3 in Nürnberg noch Kritik einstecken musste.

Ein Treffer von hoher fußballerischer Klasse, der alle Beteiligten glänzen ließ – inklusive Schiedsrichter Konrad Oldhafer (31). Kaan Inanoglu (21) sicherte den Ball an der Mittellinie, passte zu Sterner, wurde dabei gefoult. Oldhafer entschied auf Vorteil. Sterner sprintete durch das Zentrum, kombinierte sich mit einem präzisen Doppelpass mit Vincent Vermeij (32) durch und blieb vor dem Darmstädter Tor eiskalt – sein erster Zweitliga-Treffer für Dynamo, insgesamt sein vierter.

Viele schmunzelten darüber. Und genau das macht Fußball aus: Vor einer Woche noch kritisiert, jetzt der gefeierte Held. Allen gönnten es ihm, auch wenn er einiges an Gegenwind einstecken musste, vielleicht sogar mehr als nötig.

Wie fühlt sich die Entwicklung für ihn an? „Ich kann es gut nachvollziehen. Jeder ist schließlich Fußballfan. Wenn ich selbst spiele oder zuschaue, analysiere ich Situationen auch“, erklärte er offen.

„Aber ich bin froh, dass ich heute eine bessere Leistung zeigen konnte und damit dem Team und vor allem dem Verein helfen konnte“, fügte der Außenverteidiger hinzu.

Vor allem war dies eine Reaktion auf das Nürnberg-Spiel. Wie gestalteten sich seine Tage danach? „Ich schaue mir solche Szenen immer genau an, ich bin jemand, der gerne analysiert. Die Kritik habe ich angenommen, weil sie berechtigt war. So etwas erlebe ich nicht oft, aber zum Glück hat mich meine Familie gut aufgefangen.“

Diese Unterstützung zeigte Wirkung. Der 24-Jährige überzeugte nicht nur durch seinen Treffer, sondern war auch der stärkste Dynamo-Spieler an diesem Tag. Neben seinem Tor zeichnete ihn vor allem seine defensive Stabilität aus. Im Vergleich zu Nürnberg machte Dynamo hier einen klaren Schritt nach vorne.

Die Lilien kamen zu keiner einzigen wirklich großen Torchance. „An keine kann ich mich erinnern“, bestätigte Sterner. „Tim hat hinten sehr sauber gespielt, und wir waren insgesamt extrem präsent. Man hat gesehen, dass wir als Team gut harmonieren. Das macht definitiv Lust auf mehr“, so Sterner.

Diese Meinung teilen mit Sicherheit alle im Dynamoland.