Von Karlsruhe bis Texas in zwei Jahren: Radfahrer Jakob erreicht rechtzeitig die Fußball-WM
Karlsruhe/Texas – Eine erstaunliche Tour: Ein junger Radfahrer aus Karlsruhe hat auf seinem Fahrrad Kontinente durchquert, um pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA anzukommen. Nach zwei Jahren im Sattel hat Jakob Alberti nun sein großes Ziel verwirklicht.
Direkt nach seiner Ankunft zog der 26-Jährige auf Instagram eine beeindruckende Bilanz seiner Weltreise: „26.000 Kilometer. 2 Jahre. 28 Länder. 4 Kontinente. Und jetzt bin ich am WM-Stadion.“ Startschuss für die Reise war im August 2024, die Finanzierung erfolgte laut Jakob größtenteils aus eigener Tasche.
Über zwei Jahre hinweg trotzte der Karlsruher wechselnden Wetterbedingungen, Wind und diversen Klimazonen, um den Anpfiff in den USA nicht zu verpassen. Dass er sein Timing bei einer Distanz von 26.000 Kilometern so genau abstimmen konnte, begeistert derzeit viele in den sozialen Medien und in der Presse.
Seine Route führte Jakob auf dem Fahrrad von Österreich durch die Balkanstaaten, weiter in die Türkei, dann in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie nach Indien, Thailand und Australien. Für die Überquerung des Pazifiks nutzte Alberti jedoch ein Flugzeug.
„Ich hatte diese Länder vorher noch nicht bereist. Es war ein Radeln ins Unbekannte“, berichtete Jakob im Gespräch mit dem SWR. Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Reise entstand angeblich bei einem gemütlichen Fernsehabend mit seiner Mutter.
Während seiner zweijährigen Tour begegnete Jakob zahlreichen Menschen und sammelte vielfältige Erlebnisse. So wurden ihm vollständige Einkäufe geschenkt, er schlief an ungewöhnlichen Orten und erlebte die heftigen Überschwemmungen in Thailand hautnah mit.
Trotz der herausfordernden Situationen erinnert sich Jakob: „Ich wurde fast täglich zum Essen eingeladen, und selbst die Kinder spielten beim Hochwasser und nahmen die Lage erstaunlich gelassen.“
Als Erkennungszeichen trug der 26-Jährige durchgängig das Trikot seines Heimatvereins KSC. Auch die Übertragungen der Spiele gehörten auf seiner Reise zum festen Programm, und unterwegs hinterließ er den einen oder anderen KSC-Aufkleber.
Für den Sportler scheint die Radtour noch lange nicht beendet zu sein. Nach der WM plant Alberti, wieder mit dem Fahrrad zurück nach Karlsruhe zu fahren. Anschließend möchte er, wie er dem SWR verriet, seine Karriere im Marketing- und Managementbereich starten.