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Schafft Lemmer nach seiner Vertragsverlängerung bei Dynamo den Sprung zurück in die Startelf?

Dresden – Dynamo Dresden will offenbar doch nicht auf Lemmer verzichten. War die Information vielleicht gezielt gestreut, um Druck aufzubauen? Oder steckte mehr dahinter? Wie dem auch sei, diese Spekulationen sind inzwischen Makulatur, denn Jakob Lemmer (26) hat seinen Vertrag bei der SGD nun doch verlängert.

Erstmals wurde „Lemmi“ Anfang April zum Stand seiner Vertragsgespräche befragt. Seine Antwort damals: Erst den Klassenerhalt sichern, dann wolle er sich äußern.

Die Medien griffen diese Aussage immer wieder auf und erkundigten sich noch vor dem letzten Spieltag erneut. Doch seine Haltung blieb unverändert. Danach herrschte lange Ruhe um den Spieler, der seit Januar 2023 für die SG Dynamo aufläuft und bislang 135 Pflichtspiele absolviert hat. Eine ungewöhnlich lange Stille.

Erst vor wenigen Wochen hieß es aus dem Verein, die Verhandlungen mit dem Flügelspieler seien ins Stocken geraten, da er einen seit März vorliegenden unterschriftsreifen Vertrag nicht unterzeichnen wollte.

„Mein Ziel ist es auf jeden Fall, in der 2. Liga zu spielen. So hoch wie möglich“, erklärte Lemmer Ende März.

Er fügte hinzu: „Am wichtigsten ist es einfach, Einsatzzeiten zu bekommen. Natürlich spielt auch eine Rolle, wenn möglicherweise jemand anderes bevorzugt wird oder ein anderer Spielertyp auf meiner Position eingesetzt wird. Da denkt man natürlich darüber nach, wie die Situation in der kommenden Saison aussehen wird.“

Dem Außenbahnspieler ist nicht entgangen, dass Jason Ceka (26) in der Rückrunde auf der rechten Offensivseite oft den Vorzug erhielt. Zwar ist Ceka nicht mehr im Team, doch neue Konkurrenz ist bereits in Sicht.

Lemmer stand in den ersten vier Partien der Rückrunde noch in der Startelf und erzielte beim Auftakt gegen Fürth einen Treffer. Am 24. Spieltag im 3:1-Erfolg gegen Darmstadt begann er ebenfalls in der Anfangsformation, erhielt jedoch Gelb-Rot und saß anschließend meist nur noch als Einwechselspieler auf der Bank. Diese Entwicklung führte offenbar zu seinem Abwägen, die Vertragsentscheidung vorerst hinauszuzögern.

„Ich wollte meine Entscheidung nicht übereilt treffen. Die volle Konzentration galt dem Klassenerhalt am Saisonende“, erklärte er bei seiner Vertragsunterzeichnung abschließend. „Der Verein, die Stadt und die Menschen hier sind mir in den vergangenen Jahren sehr ans Herz gewachsen“, begründete er seine Zusage.

Mit Niklas Hauptmann (29) und Christoph Daferner (28) ist Lemmer nun der dienstälteste Spieler bei Dynamo Dresden. Das ist eine Auszeichnung, doch auf seinen Stammplatz wird er deshalb nicht automatisch Anspruch erheben können. Er muss sich diesen hart erarbeiten und vom ersten Tag der Vorbereitung an alles geben, sonst droht erneut die Rolle als Joker.