Insolvenzverfahren bei 1860 München eingeleitet, „Löwe“ kehrt ins Vereinswappen zurück
Von Martin Moravec
München – Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren über den TSV 1860 München eröffnet und den bisherigen vorläufigen Insolvenzverwalter Max Liebig nun offiziell zum Insolvenzverwalter bestellt.
Gleichzeitig darf der traditionsreiche Fußballverein, der nach einem erzwungenen Abstieg in die Regionalliga abgestiegen war, nach dem Erwerb der Markenrechte wieder sein bekanntes Vereinswappen mit dem charakteristischen Löwen verwenden.
Wie am Dienstag mitgeteilt wurde, werden in Kürze alle Gläubiger angeschrieben und aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden.
Zu den Gläubigern zählen auch etwa 5500 Dauerkartenbesitzer der aktuellen Saison in der 3. Liga, in der die „Löwen“ jedoch nicht spielen konnten.
Der vorläufige Gläubigerausschuss hat dem Angebot des Turn- und Sportvereins München von 1860 e.V. sowie der neu gegründeten TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH zugestimmt.
Dieses Angebot umfasst den Erwerb von Vermögenswerten der insolventen Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), insbesondere deren Markenrechte. Dazu zählen die Schutzmarken „TSV 1860 München“ sowie das Wort-Bild-Logo mit dem nach links blickenden Löwen mit Doppelschweif im Achteck und dem Schriftzug „1860“.
Aufgrund eines Streitfalls mit Investor Hasan Ismaik bezüglich der Merchandising-Rechte hatten die Münchner zu Beginn der Saison auf ein älteres, ovales Vereinslogo zurückgreifen müssen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.