Ansah bringt Union Geld ein, Neuzugang bereits fix: „Ein äußerst verlockendes Angebot“
Berlin – Die Zeichen standen schon länger darauf, nun ist es offiziell: Ilyas Ansah (21) verlässt Union Berlin erneut. Sein nächstes Ziel führt ihn in die Premier League.
Der kräftige Stürmer wechselt erwartungsgemäß zu Hull City, wo ihm ein langfristiger Vertrag mit einer Laufzeit von über fünf Jahren angeboten wurde.
„Wahrscheinlich träumt jeder junge Fußballer davon, eines Tages in der Premier League zu spielen. Für mich war das jedenfalls immer ein großer Wunsch, weshalb ich jetzt umso glücklicher bin, diese Chance wahrnehmen zu können“, erklärte der Torjäger.
Erst im vergangenen Sommer war der 21-Jährige aus der 2. Bundesliga zu Union gewechselt. Für ihn soll Union rund vier Millionen Euro an Paderborn gezahlt haben. Nun sorgt Ansah für eine satte Einnahmequelle bei den Eisernen.
Nach Medienberichten könnte die Ablösesumme für Union bis zu 22 Millionen Euro betragen. Damit würde Ansah zum teuersten Abgang der Vereinsgeschichte avancieren und den bisherigen Rekordhalter Taiwo Awoniyi (29) ablösen, der für rund 20 Millionen Euro zu Nottingham Forest transferiert wurde.
Union hielt sich wie üblich mit Einzelheiten bedeckt, doch Manager Horst Heldt (56) bezeichnete das Angebot als „sehr attraktiv“. „Mit Ilyas verlieren wir einen jungen, vielversprechenden Spieler, der in der vergangenen Bundesliga-Saison einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht und seine Fähigkeiten auf hohem Niveau unter Beweis gestellt hat“, so Heldt.
Ansah startete in seinem ersten Jahr in der Bundesliga stark durch: In den ersten vier Spielen erzielte er vier Tore, danach gelang ihm jedoch nur noch ein weiterer Treffer. Auch unter Trainer Mauro Lustrinelli (50) schien er einen Stammplatz sicher zu haben, doch sein letzter Einsatz war das Pokalspiel in Braunschweig.
Das beeindruckende Bundesliga-Debüt am vergangenen Samstag musste er von außen verfolgen. Es ist gut möglich, dass Union auf den letzten Metern der Transferperiode noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Einen Wunschspieler hat Lustrinelli bereits verpflichtet: Kastriot Imeri (26) wechselt von den Young Boys Bern an die Spree.
Der Schweizer kennt den 26-jährigen Mittelfeldspieler gut: Als Leihspieler feierte Imeri sensationell den Meistertitel mit Thun. „Der Wechsel zu Union stellt für mich eine große Herausforderung und zugleich eine hervorragende Möglichkeit dar. Die Bundesliga zählt zu den stärksten Ligen weltweit. Erfolgreich mit Union zu sein, ist eine Aufgabe, der ich mich gerne stelle“, sagte der vielseitig einsetzbare Mittelfeldakteur. „Ein weiterer entscheidender Grund war für mich die Aussicht, erneut mit Mauro zusammenzuarbeiten. Wir kennen uns aus unserer gemeinsamen Zeit in der Schweiz sehr gut und haben dort gemeinsam wichtige Erfolge gefeiert.“
Für die Köpenicker soll Imeri dem Spiel aus Berlin mehr Struktur und Kreativität verleihen. „Kastriot ist ein technisch versierter und variabler Offensivspieler, der sowohl als Spielmacher zwischen den Linien als auch auf den Flügeln eingesetzt werden kann. Er verfügt über eine exzellente Ausbildung, bringt Erfahrung aus dem Schweizer Spitzenfußball sowie internationalen Wettbewerben mit und hat sein Potenzial auf hohem Niveau bereits mehrfach unter Beweis gestellt“, betonte Heldt.