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HSV-Hype nach dem Transfer-Endspurt? Trainer Polzin sieht vor Mainz-Partie keinen Grund zur Euphorie

Hamburg – Die Vorfreude steigt! Nach den Neuzugängen am letzten Tag der Transferperiode sind die Erwartungen an den HSV deutlich gewachsen. Doch wie wird das Team beim ersten Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den 1. FSV Mainz 05 mit diesem Druck umgehen?

Trainer Merlin Polzin (35) wies auf der Pressekonferenz am Freitag eine angeblich erhöhte Belastung zurück. Für ihn sind die Verstärkungen vielmehr eine "Verpflichtung, weiterhin engagiert und professionell zu arbeiten", so der Coach.

Der aktuelle Spielerkader biete eine "gute Basis, um in jedem Match erfolgreich zu sein", betonte der 35-Jährige. Gleichzeitig mahnte er jedoch zur Bescheidenheit, da "nichts geschenkt wird".

Trotzdem konnte auch der gebürtige Hamburger nicht verheimlichen, dass die Verpflichtungen von Fábio Vieira (26), Zakaria El Ouahdi (24) und David Möller Wolfe (24) keine gewöhnlichen Transfers darstellen. Sportdirektor Claus Costa (42) habe hier "außerordentliche Arbeit geleistet", lobte Polzin.

Wie viele Minuten die drei Neuzugänge am Sonntag auf dem Platz stehen werden, ließ Polzin offen. Er deutete jedoch an, dass sich die HSV-Anhänger berechtigte Hoffnungen machen können, das Trio im Volkspark-Stadion zu sehen.

Zum Gegner aus Mainz äußerte sich Polzin äußerst respektvoll. Er beschrieb die Mannschaft als "sehr stabil" und hob neben der individuellen Qualität besonders deren "hervorragende Spielabläufe" hervor. Der Trainer war überzeugt: "Das wird ein sehr unangenehmes Spiel für uns."

Seinen Trainerkollegen Urs Fischer (60) bezeichnete der HSV-Coach als "äußerst sympathisch" und fügte hinzu: "Für junge Trainer ist er ein großartiges Vorbild, da er für wichtige Werte steht."

Darüber hinaus würdigte Polzin Fischers "herausragende Leistung" in der vergangenen Rückrunde, als Mainz nach der Hinrunde noch wie ein sicherer Absteiger wirkte.

Zum Thema Abstieg stellte Polzin klar, dass die Vermeidung des direkten Abstiegs auch in dieser Saison das zentrale Ziel des HSV bleibe – trotz der Neuzugänge und der gestiegenen Erwartungen im Umfeld.

Bundesliga-Tabelle im Überblick

Die Bedeutung der Tabellenplätze in der Bundesliga ist wie folgt: Der Verein, der am Ende der Spielzeit den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, durch die Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.