Vater zeigt sich begeistert über HSV-Verpflichtung: Rothosen holen Mittelstürmer aus Nizza
Hamburg – Am Montag gab der Hamburger SV seinen siebten Neuzugang in dieser Sommertransferperiode bekannt und stärkt damit seine Offensive. Der 27-jährige Stürmer Terem Moffi wechselt vom OGC Nizza zu den Rothosen.
Wie der Klub mitteilte, absolvierte der Angreifer am vergangenen Wochenende den obligatorischen medizinischen Check und unterschrieb anschließend seinen Vertrag bei den Hanseaten.
Informationen zur Vertragsdauer wurden vom Verein zunächst nicht veröffentlicht.
Der nigerianische Nationalspieler, der bereits 23 Einsätze für sein Heimatland absolvierte, äußerte seine Vorfreude, die Mannschaft kennenzulernen und bald mit dem Training beginnen zu können.
Er gab zudem zu, dass sein Vater eine entscheidende Rolle beim Zustandekommen des Wechsels gespielt habe.
„Obwohl der HSV einige Jahre in der zweiten Liga verbracht hat, ist der Club weltweit immer noch ein großer Name. Als ich meinem Vater vom Interesse des HSV erzählte, wusste er sofort, um welchen Verein es sich handelt, und war voller Begeisterung. Das war für mich auf positive Weise verrückt. Umso glücklicher bin ich nun, selbst Teil der Geschichte und des Clubs zu sein“, erklärte der 27-Jährige im Interview mit seinem neuen Arbeitgeber.
Sportdirektor Claus Costa (42) zeigte sich überzeugt davon, dass Moffi dem Bundesliga-Team mehr Durchschlagskraft verleihen wird.
„Terem ist ein Stürmer, der aufgrund seiner Physis, Entschlossenheit und Spielweise schwer zu verteidigen ist. Er kann die Tiefe ausnutzen, besitzt eine enorme Präsenz im Strafraum und bringt die notwendige Qualität im Spiel mit dem Rücken zum Tor mit.“
Mit der Verpflichtung wolle man die Offensive im Zentrum breiter und flexibler aufstellen und dadurch die Qualität erhöhen, ergänzte Sportvorständin Kathleen Krüger (41).
Der 27-Jährige blickt trotz seines vergleichsweise jungen Alters auf eine abwechslungsreiche internationale Laufbahn zurück. Mit Deutschland wird für den ehemaligen Ligue-1-Spieler nun das siebte Land auf seiner Fußballreise sein.
Bereits im Alter von 17 Jahren verließ er seine Heimat Nigeria und zog nach England, wo er an der Buckswood Football Academy spielte. Von dort aus führte ihn sein Weg nach Litauen, wo er seine ersten Erfahrungen im Profibereich sammelte.
Vom FK Kauno Žalgiris wechselte der Angreifer später zum FK Riteriai. Im Januar 2020 zog es ihn weiter nach Belgien zum KV Kortrijk.
Nur wenige Monate später, im Herbst desselben Jahres, folgte der Wechsel zum FC Lorient. Rund drei Jahre später wurde er dann vom aktuellen Verein OGC Nizza verpflichtet.
Nach zwei Spielzeiten bremste ihn allerdings ein Kreuzbandriss aus. Seitdem hat Moffi nicht mehr ganz zu seiner früheren Form gefunden. Auch die Ausleihe zum FC Porto in der Rückrunde der vergangenen Saison brachte keine Rückkehr zu seiner Top-Leistung.
Für den HSV ein Glücksfall, dass die Portugiesen die Kaufoption für den Nigerianer nicht zogen. Mit dem Transfer nach Hamburg startet Moffi nun einen neuen Versuch, an seine früheren Erfolge anzuknüpfen.