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HSV-Trainer Merlin Polzin zeigt sich nach enttäuschendem Saisonstart unbesorgt bezüglich seines Vertrags

Von Claas Hennig

Hamburg – Trotz des holprigen Beginns für den HSV in der aktuellen Saison macht sich Chefcoach Merlin Polzin (35) keine Sorgen um seine Vertragsverlängerung.

„Niemand muss sich Gedanken um mich, meine Gedanken oder sonstige Dinge machen. In den vergangenen Jahren haben wir hier gemeinsam etwas aufgebaut“, erklärte Polzin vor dem Spiel am Sonntag (15:30 Uhr/DAZN) bei RB Leipzig.

Die seit dem 1. Juli im Amt befindliche neue Sportvorständin Kathleen Krüger (41) habe sich „vollkommen berechtigt ein Bild davon gemacht, wie wir als Trainerteam arbeiten und was hier in den letzten Jahren erreicht wurde“. Es seien sehr konstruktive Gespräche geführt worden.

„Keine Sorgen, keine Panik oder Unruhe“, fasste der 35-Jährige die Lage rund um seinen Vertrag zusammen, „alles hat seine Zeit.“ Polzins aktueller Vertrag läuft mit Saisonende aus.

Ähnlich wie im Vorjahr gelang auch diesmal der Saisonstart mit einer neu zusammengestellten Mannschaft nicht. Vor dem dritten Spieltag stehen die Hamburger mit null Punkten und einem Torverhältnis von 0:7 auf dem letzten Tabellenplatz. Am vergangenen Sonntag kassierten sie eine 0:5-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05.

„Natürlich ist das ärgerlich, das steht außer Frage“, gestand Polzin ein. „Jetzt ist es umso wichtiger, dass wir hart arbeiten, uns voll auf die Inhalte fokussieren und sehr konsequent bleiben.“

Der Coach blickt optimistisch in die Zukunft: „Was ich täglich im Training mitbekomme – wie die Mannschaft arbeitet, wie sie sich für den HSV engagiert und sich selbst kritisch hinterfragt –, gibt mir Zuversicht für die kommenden Aufgaben“, sagte er.

Er betonte, dass er keinesfalls sagen wolle, „dass wir Zeit brauchen oder es noch lange dauern wird“. „Wir suchen keine Ausreden oder Alibis, aber wir wissen genau, was unser Fußball braucht, und das ist vor allem, dass wir an der Verbindung arbeiten.“

Man müsse sich nur ansehen, wie wenige Spieler aus der Vergangenheit noch gemeinsam für den HSV auf dem Platz stehen. „Das sind nicht viele, und das ist ein Teil der Wahrheit“, unterstrich Polzin.

Dennoch habe die deutliche 0:5-Niederlage gegen Mainz „vielleicht auch dazu beigetragen, dass wir noch realistischer geworden sind“, schloss der Trainer.

Tabelle der 1. Bundesliga

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist wie folgt: Am Saisonende wird der Erstplatzierte Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Rängen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Platz 16 hat die Chance, durch die Relegation den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.