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HSV-Trainer Polzin will trotz schlechtem Saisonstart gegen Köln an Team festhalten

Hamburg – Am kommenden Wochenende steht für den HSV das nächste Heimspiel an. Am Samstag empfangen die Rothosen im Volksparkstadion den 1. FC Köln (15.30 Uhr/Sky) und wollen mit Entschlossenheit und Teamgeist endlich die negative Serie aus den ersten Spielen der neuen Saison beenden.

Trainer Merlin Polzin (35), dessen Vertrag laut Sky-Berichten trotz des enttäuschenden Starts in die Liga bis 2029 verlängert wurde, zeigte sich bei der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag gewohnt optimistisch in Bezug auf die sportliche Lage.

Er räumte zwar eine „vollkommene Unzufriedenheit“ mit dem Ausmaß der jüngsten Niederlagen ein. „Solche Gegentore dürfen uns nicht passieren“, erklärte Polzin.

Dennoch stellte der 35-Jährige klar, dass er nicht zulassen werde, dass jetzt alles schwarzgemalt wird. „Ich werde nicht akzeptieren, dass wir uns jetzt selbst fertig machen“, unterstrich er seine Haltung gegen Pessimismus.

Auch wenn er das Heimspiel gegen Mainz 05 als „katastrophal“ bewertete, verteidigte Polzin die Leistung seines Teams im letzten Spiel gegen RB Leipzig. Dort habe man über 70 Minuten hinweg „ein sehr gutes Spiel“ gezeigt und ein anderes Gesicht präsentiert.

Für die Begegnung gegen Köln rechnet man wieder mit einer intensiven Partie. Dieses Mal soll die Leistung jedoch über die komplette Spielzeit von 90 Minuten gehalten werden. „Köln zeichnet sich durch viel Einsatz aus und hat seit dem Aufstieg eine positive Entwicklung genommen“, analysierte Polzin.

„Das Team spielt sehr zielgerichtet und wird unangenehm für uns sein. Sie werden früh Druck machen und hinten kompakt verteidigen. Es wird eine schwierige Aufgabe für uns, bei der wir uns wehren müssen.“

Um das zu schaffen, setzt der Trainer besonders auf zwei Aspekte: Entschlossenheit und Teamzusammenhalt. „Das spüre ich, wenn ich in die Kabine schaue“, sagte Polzin.

Obwohl momentan noch nicht alles perfekt ineinandergreift, stehen die Spieler zueinander. „Wir ziehen alle voll mit, keiner stellt sich quer. Das ist entscheidend, denn sobald jemand aus der Reihe tanzt, wird es kritisch. Das ist bei uns nicht der Fall. Wir übernehmen Verantwortung für Fehler und stellen uns der Kritik. Wir wollen die Dinge definitiv besser umsetzen.“

Polzin ist trotz der bisherigen Misserfolge überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein, und betonte dies erneut. Grundsätzlich habe er daher vor, nichts am Konzept zu ändern. „Natürlich müssen wir in allen Bereichen besser werden und unsere Aktionen klarer gestalten, aber wir wollen nicht zu stark am Plan rütteln.“

Dass einige Fans ihren Frust zunehmend offen zeigen, hat der Hamburger Trainer zwar Verständnis, bittet jedoch um Unterstützung. „Am Ende sind es auch nur Menschen. Niemand verliert absichtlich den Ball oder verursacht Gegentore.“

Mit Blick auf die Zukunft gehe es vor allem darum, gemeinsam stark zu bleiben, so der HSV-Coach. „Das ist auch meine Erwartung. Die vergangenen Phasen haben gezeigt, dass wir gemeinsam solche schwierigen Zeiten überstehen können.“

Bundesliga-Tabelle

Die Tabelle der 1. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende Platz 1 belegt, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) nimmt an der sogenannten Relegation teil, in der der Klassenerhalt gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga ausgespielt wird.